Flugbegleiter bestreiken Lufthansa-Billigableger Eurowings

KÖLN/DÜSSELDORF (awp international) - Beim Lufthansa -Billigflieger Eurowings fallen am Donnerstag viele Flüge aus. Grund ist ein ganztägiger Streik der Kabinengewerkschaft Ufo bei den Teilgesellschaften Eurowings GmbH und der grösseren Germanwings. Sie betreiben zusammen 81 der insgesamt 92 Flugzeuge, die unter dem Markennamen Eurowings unterwegs sind. Von insgesamt über 500 Flügen wurden 380 abgesagt.
27.10.2016 06:39

Nach ersten Einschätzungen der Airline werden nahezu alle innerdeutschen Flüge ausfallen. Auch im Europa-Verkehr sei mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Zum Ausstand aufgerufen sind die Crews an sämtlichen grösseren deutschen Flughäfen mit Ausnahme der grossen Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München, wo ein weitgehend normaler Betrieb stattfinden sollte.

Das Unternehmen hat den betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten. Sicher nicht bestreikt werden die Langstreckenflüge der Marke Eurowings. Zudem sollen einzelne Europa-Flüge trotz des Streiks stattfinden. Eurowings veröffentlichte auf der eigenen Homepage einen Sonderflugplan.

Ausgangspunkt des Streiks waren die gescheiterten Tarifgespräche bei der Düsseldorfer Eurowings GmbH. In den Verhandlungen bis in den Mittwochmorgen hatten sich Ufo und das Unternehmen letztlich nicht auf ein gemeinsames Schlichtungsverfahren einigen können.

Am Mittwochabend hatte Ufo dann das Streik-Szenario noch auf die grössere Konzernschwester Germanwings ausgeweitet, indem man dort die offenen Tarifgespräche zur Teilzeit für gescheitert erklärte und somit auch dort in den Arbeitskampf einsteigen kann.

Germanwings betreibt für die Eurowings-Plattform 58 Maschinen, die Eurowings GmbH 23 Jets. Zusätzlich ist noch ein knappes Dutzend Flugzeuge dazu gemietet, bei einer österreichischen Gesellschaft registriert oder auf der Langstrecke eingesetzt. Diese können aktuell nicht bestreikt werden.

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(AWP)