Forbo mit Rückstellungen von 85 Mio CHF wegen Kartellverfahren in Frankreich

Forbo bildet wegen eines Kartellverfahrens in Frankreich Rückstellungen zu Lasten des Betriebsgewinns 2017. Es zeichne sich ab, dass Forbo Flooring Systems Frankreich mit Einmalkosten in der Grössenordnung von 85 Mio CHF rechnen müsse, heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstagabend. Das entspricht mehr als der Hälfte des EBIT vom Vorjahr.
20.07.2017 18:51

Bisher sei die Kartelluntersuchung in den Finanzberichten stets als Eventualverbindlichkeit ausgewiesen worden. Nun liege aber eine verlässliche Indikation der Einmalkosten vor, schreibt das Unternehmen weiter. Das seit 2013 laufende Kartellverfahren in Frankreich richtet sich den Angaben zufolge gegen Forbo sowie weitere Mitbewerber.

Es handle sich aber um ein isoliertes Ereignis bei Forbo Flooring Systems in Frankreich, teilte Forbo weiter mit. Das Unternehmen arbeitete nach eigenen Angaben bei der Aufarbeitung des Sachverhalts eng mit den Behörden zusammen und handelte rasch, um sicherzustellen, dass derartige Verstösse gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens nicht mehr vorkommen können.

Die operative Ertragskraft werde durch die Rückstellung nicht beeinträchtigt, heisst es bei Forbo. Bereinigt um diesen Sondereffekt wird die Guidance vom Frühjahr 2017 denn auch bestätigt. Das Management hatte im März eine leichte Steigerung des Umsatzes und des Konzerngewinns in Aussicht gestellt. 2016 hatte Forbo einen Betriebsgewinn (EBIT) von 157,2 Mio CHF (+10%) erzielt.

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(AWP)