Forbo steigert 2016 Umsatz und Gewinn kräftig - Neuer Aktienrückkauf

(Ausführliche Fassung) - Die Forbo-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Spezialistin für Bodenbeläge sowie Antriebs- und Leichtfördertechnik vermochte in beiden Geschäftsbereichen profitabel zu wachsen. Die Aktionäre kommen nicht nur in den Genuss einer höheren Dividende, sondern auch eines neuen Aktienrückkaufs.
07.03.2017 08:22

Forbo hat sich nach eigener Einschätzung in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut behauptet und ein Umsatzwachstum von 4,1% auf 1,19 Mrd CHF realisiert. Positive Währungseinflüsse hätten 0,6% zu diesem Ergebnis beigetragen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Positiv entwickelten sich auch die Gewinnzahlen: Das Betriebsergebnis auf der Stufe EBIT und das Konzernergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stiegen jeweils um gut 10% auf 157,2 Mio, resp. 127,6 Mio CHF. Dabei lag die EBIT-Marge mit 13,3% um 0,8 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Nach Aktienrückkäufen stieg der Gewinn pro Aktie markant um 20% auf 74,66 CHF. Davon erhalten die Aktionäre eine um 2 auf 19 CHF je Aktie erhöhte Dividende. Dabei werden 8,30 CHF letztmals in Form einer steuerbefreiten Ausschüttung von Reserven aus Kapitaleinlagen ausbezahlt.

Mit den Zahlen hat Forbo die Erwartungen der Analysten auf Gewinnebene leicht übertroffen.

REGIONAL AUSGEWOGENES UMSATZWACHSTUM

Die höhere Ertragskraft schreibt Forbo verschiedenen Faktoren zu: Den in den letzten Jahren getätigten Investitionen in die Wertschöpfungskette und in Effizienzsteigerungen, den gezielten Kapazitätserweiterungen sowie dem verstärkten Verkauf von hochwertigen und ertragsstarken Produkten.

Dabei hätten im Berichtsjahr beide Geschäftsbereiche zum Wachstums des Konzern beigetragen - zudem hätten beide in einem herausfordernden Umfeld in wichtigen Marktsegmenten Marktanteile gewonnen.

Nach Regionen betrachtet wuchs der Umsatz in Lokalwährungen in der Region Asien/Pazifik und Afrika mit +5,5% am stärksten, so Forbo weiter. Die Verkäufe in der Region Nord-, Mittel- und Südamerika nahmen um 3,5% zu und Europa habe - in einem sehr heterogenen Marktumfeld - eine Umsatzsteigerung von 3,1% verzeichnet.

BEIDE GESCHÄFTSBEREICHE WACHSEN

Der grössere Geschäftsbereich Flooring Systems (Bodenbeläge) wuchs in Schweizer Franken wie in Lokalwährungen um 3,4% auf 818,0 Mio CHF. Dazu beigetragen hätten die wichtigen Kernmärkte USA und Frankreich sowie eine sich abzeichnende Erholung in den Niederlanden. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um knapp 11,7% auf 122,7 Mio CHF und die Marge um 1,1 Prozentpunkte auf 15,0%.

Der Geschäftsbereich Movement Systems mit einem Anteil von 31% am Konzernumsatz wuchs um 5,7% auf 367,5 Mio CHF, respektive um 3,7% in Lokalwährungen. Dieses Wachstum sei "auf eine überzeugende Entwicklung in beinahe allen Märkten" zurückzuführen gewesen. Doch in den USA habe sich die abzeichnende Abschwächung des Marktumfelds im zweiten Halbjahr fortgesetzt. Der Betriebsgewinn des kleineren Geschäftsbereiches wuchs um 5,6% auf 45,3 Mio CHF bei einer unveränderten Marge von 12,3%.

AKTIENRÜCKKAUF

Ferner wird Forbo der Generalversammlung beantragen, über einen Zeitraum von drei Jahren eigene Aktien im Umfang von maximal 10% des Aktienkapitals zwecks Kapitalherabsetzung zurückzukaufen. Als Grund dafür nennt das Management die hohen liquiden Mittel. Der Nettobestand an flüssigen Mitteln lag zum Stichtag bei 209,2 Mio CHF.

Für das laufende Jahr 2017 geht Forbo von einem ähnlichen, jedoch schwer prognostizierbaren Marktumfeld aus. Vor diesem Hintergrund rechne das Unternehmen mit einer leichten Steigerung des Umsatzes und des Konzernergebnisses aus fortzuführenden Geschäftsbereichen.

ra/rw

(AWP)