Frankreich-Geschäft drückt auf Kingfisher-Umsatz

Der britische Baumarktkonzern Kingfisher bekommt weiterhin die schwächere Nachfrage in Frankreich zu spüren. Nach einem bereits schwachen ersten Halbjahr ging der Umsatz insgesamt auch im dritten Quartal zurück. Besser lief es hingegen für Kingfisher in den auf Profis ausgerichteten Screwfix-Märkten sowie in Polen. Von August bis Oktober gingen die Erlöse auf gleicher Fläche und währungsbereinigt um 0,5 Prozent zurück, wie Kingfisher am Dienstag mitteilte. Damit traf das Unternehmen die Erwartungen. Die Aktie gab im frühen Handel um ein Prozent nach.
21.11.2017 10:34

Bei der wichtigsten Kette B&Q belief sich das Minus auf 1,9 Prozent. In Frankreich, dem nach Grossbritannien wichtigsten Markt für den britischen Konzern, setzte Kingfisher flächenbereinigt gut 4 Prozent weniger um als im Vorjahr. Insgesamt erlöste Kingfisher gut drei Milliarden Pfund im dritten Quartal. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 3 Prozent, was aber allein positiven Wechselkursen geschuldet ist. Von den Einnahmen im Ausland bleibt wegen des schwachen britischen Pfund mehr beim Konzern hängen.

"Wir bleiben auf Kurs, die strategischen Meilensteine für das Gesamtjahr zu erreichen und dies im zweiten Jahr in Folge", sagte Kingfisher-Chefin Veronique Laury. Das Unternehmen fühle sich mit seinen Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr weiterhin wohl.

Der Konzern steckt mitten in einem fünfjährigen Umbauprogramm. In den vergangenen zwei Jahren wurden 65 Baumärkte geschlossen. Kingfisher setzt stärker auf die kleineren Formate wie die auf Profis ausgerichteten Screwfix-Märkte, von denen auch immer mehr in Deutschland entstehen./mne/jkr/jha/

(AWP)