Französischer Versorger EDF verliert Umsatz

Der französische Versorger EDF hat im ersten Dreivierteljahr unter mildem Wetter, Wettbewerb und einer gesunkenen Stromproduktion in seinen Atomkraftwerken gelitten. Infolgedessen sank der Umsatz zwischen Januar und September im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent auf 49,72 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte.
14.11.2017 18:39

Neben dem Heimatmarkt musste EDF auch in Grossbritannien und Italien teils deutliche Rückgänge hinnehmen. Erst am Vortag hatte der Versorger sein Gewinnziel für das kommende Jahr gekappt und damit seine Aktie auf Talfahrt geschickt. So setzt dem Konzern der Preisverfall in der britischen Kernenergie zu.

Erst im Oktober hatten die Franzosen, die vom Staat kontrolliert werden, ihre Prognose für den Output bei der Stromerzeugung und den Gewinn für das laufende Jahr gesenkt. Die Firma steht unter Druck, weil die Regierung in Paris die Abhängigkeit von Atomkraft reduzieren und Alternative Energien fördern will. EDF hatte zuvor Milliarden investiert, damit seine Reaktoren länger am Netz bleiben können. Ein Sparprogramm soll nun helfen, dessen Eckpfeiler der Konzern bereits am Vortag vorgestellt hatte. So sollen die Kosten 2018 um 800 Millionen Euro im Vergleich zu 2015 gedrückt werden./stb/he

(AWP)