Französischer Energiekonzern Engie will nach weiterem Jahresverlust mehr sparen

Der französische Strom- und Gaskonzern Engie will den Gürtel noch enger schnallen. Die Sparanstrengungen bis 2018 sollen noch einmal um ein Fünftel erhöht werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Diese sollen dann im Jahr 2018 bei 1,2 Milliarden Euro liegen.
02.03.2017 08:52

Der operative Gewinn (Ebitda) für 2016 sank um gut 5 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro und war damit etwas schlechter als zuletzt erwartet. Im November hatte Engie die Investoren darauf vorbereitet, dass der Konzern hier nur das untere Ende der Erwartungsspanne von 10,8 bis 11,4 Milliarden Euro erreichen werde. Der Umsatz fiel um 4,6 Prozent auf 66,6 Milliarden Euro. Hier machten sich ungünstige Wechselkursverhältnisse unter anderem zum Pfund sowie gesunkene Gaspreise bemerkbar.

Das vergangene Jahr schloss Engie immer noch mit einem Verlust ab. Unter dem Strich stand ein Minus von 400 Millionen nach 4,6 Milliarden Euro Verlust im Jahr zuvor. Im Vorjahr und in 2016 belasteten Abschreibungen die Bilanz. Der Gewinn aus dem fortlaufenden Geschäft vor Sonderposten erreichte 2,5 Milliarden nach 2,6 Milliarden Euro im Vorjahr. 2017 könnte er stagnieren oder schlimmstenfalls auf 2,4 Milliarden Euro sinken.

Im Februar vergangenen Jahres hatte Engie nach einem herben Jahresverlust einen grossen Umbau gestartet. Mit dem Schritt will sich Engie auf die Veränderungen in der Energiebranche einstellen und durch Verkäufe von Unternehmensteilen allgemein schlanker aufstellen. Wie damals angekündigt, wird die Dividende für 2016 einen Euro betragen. Für 2017 und 2018 wird die Auszahlung auf 0,70 Euro gesenkt./stk/she/fbr

(AWP)