Fraport erhält Zuschlag für zwei Flughäfen in Brasilien

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport, hat den Zuschlag bei der Privatisierung von zwei Grossflughäfen in Brasilien bekommen. Bei der am Donnerstag in Sao Paulo erfolgten Versteigerung konnte Fraport die Konzessionen für den Betrieb der bisher staatlich betriebenen Flughäfen im nordostbrasilianischen Fortaleza und in Porto Alegre im Süden Brasiliens ersteigern.
16.03.2017 17:08

Für den Zuschlag in Fortaleza lag der Preis bei 425 Millionen Reais (126,5 Mio Euro), für Porto Alegre bei 290,5 Millionen Reais (86,4 Mio Euro) - allerdings summieren sich laut Fraport die Gesamtkosten über die Konzessionszeit von 30 Jahren bei Fortaleza auf rund 446 Millionen Euro und für 25 Jahre Laufzeit bei Porto Alegre auf 113 Millionen Euro. Hinzu kommt eine jährliche fünfprozentige Umsatzabgabe.

Zudem ging der Flughafen in Salvador an das Unternehmen Vinci Airports und der Flughafen im Ferienort Florianópolis an Zürich International Airport. Die Regierung konnte bei der Versteigerung im Rahmen der Privatisierungsbemühungen zur Senkung des Defizits rund 1,46 Milliarden Reais (435 Mio Euro) einnehmen. Sie konnte insgesamt mehr Geld erlösen als veranschlagt. Mit der Konzession bekommen die Betreiber die Rechte für Terminals, Pisten und Abstellplätze auf dem Flughafengelände, sind aber auch zu Investitionen verpflichtet./ir/DP/fbr

(AWP)