Fraport hält nach weiteren Übernahmen im Ausland Ausschau

Fraport hat auch nach der Übernahme von zwei brasilianischen und 14 griechischen Flughäfen Interesse an Zukäufen im Ausland. Trotz der gestiegenen Schulden sei dies finanziell noch möglich sagte Finanzvorstand Matthias Zieschang der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe). "Nach wie vor sind wir an dem Flughafen in Sofia stark interessiert, der im vergangenen Jahr ausgeschrieben wurde."
03.05.2017 08:58

Wegen der Neuwahlen in Bulgarien im März habe sich der Prozess jedoch verzögert. "Es ist ungewiss, ob und wann es dort weitergeht." Laut Zieschang würde der Flughafen gut zu den Frankfurtern passen, da sie in Bulgarien schon die Schwarzmeer-Flughäfen Varna und Burgas betreiben und sich mit Sofia Synergien erzielen liessen.

Die durch die jüngsten Übernahmen auf 3,4 bis 3,5 Milliarden Euro gestiegenen Schulden würden Fraport nicht von einem weiteren Zukauf abhalten. "Trotzdem haben wir noch deutlich Luft für den Erwerb weiterer Flughäfen." Das Unternehmen betreibt neben dem Frankfurter Flughafen, dem wichtigsten Standort, zahlreiche andere Airports oder ist an diesen beteiligt. 2016 steuerte das Auslandsgeschäft etwas mehr als ein Drittel zum Konzernergebnis bei.

Die Aktie des Unternehmens befindet sich seit einiger Zeit im Höhenflug und stieg am Dienstag auf das Rekordhoch von 73,37 Euro. Damit ist das Unternehmen fast 6,8 Milliarden Euro wert. Einer der Profiteure ist das Land Hessen, dessen 31-Prozent-Anteil somit auf etwas mehr als 2,1 Milliarden Euro kommt. 20 Prozent der Aktien liegen bei den Stadtwerken Frankfurt./zb/stw/stb

(AWP)