Fraport prüft bauliche Erweiterungen für Billigflieger

Der Frankfurter Flughafen braucht Platz für die zunehmende Zahl von Billigfliegern. Die Betreibergesellschaft Fraport prüft daher bauliche Massnahmen, um zusätzliche Passagiere abfertigen zu können, bestätigte am Donnerstag ein Sprecher einen Bericht der "Wirtschaftswoche". Die Planung sei letztlich davon abhängig, wie schnell die Passagierzahl wachse. Den von der Zeitschrift genannten Zeitpunkt 2018 für eine Inbetriebnahme könne er nicht bestätigen.
23.02.2017 10:11

In der Prüfung seien der Ausbau eines bereits bestehenden Bus-Terminals im Norden des Geländes oder ein Flugsteig im Süden des Flughafens, bestätigte der Sprecher. Von einem Vorziehen des ebenfalls im Süden gelegenen Terminal 3 könne allerdings keine Rede sein. Bei diesem Vorhaben sei man voll im Zeitplan, nach dem das Gebäude in der ersten Ausbaustufe mit einer Kapazität von 14 Millionen Passagieren im Jahr 2023 in Betrieb gehen soll.

Am grössten deutschen Flughafen war die Passagierzahl im vergangenen Jahr mit 61 Millionen leicht rückläufig. Für dieses und die kommenden Jahre rechnet Fraport aber mit stärkerem Wachstum, auch weil zunehmend Billigflieger das Drehkreuz anfliegen. Die bestehende Infrastruktur kann bestenfalls 68 Millionen Passagiere verkraften.

Zuletzt hatten Wizz Air und Ryanair neue Verbindungen ab Frankfurt bekannt gegeben. Es wird erwartet, dass die Iren ihre Basis mit zunächst zwei Flugzeugen bereits im kommenden Winterflugplan ab Ende Oktober vergrössern. Im kommenden Jahr plant auch die Lufthansa -Tochter Eurowings, Frankfurt in ihren Flugplan aufzunehmen./ceb/DP/stk

(AWP)