Frauenanteil in Dax-Vorständen steigt schleppend

Der Anteil der Frauen in der Vorständen von börsennotierten Unternehmen in Deutschland wächst nur langsam. In den 160 Firmen aus dem Dax , MDax , SDax und TecDax arbeiteten zum 1. Januar 2017 nur 45 weibliche Vorstände, zeigt eine am Montag veröffentlichte Auswertung der Beratungsfirma EY. Das seien zwar sechs mehr als ein Jahr zuvor. In knapp 76 Prozent der Gremien sitzen aber demnach ausschliesslich Männer.
09.01.2017 08:11

Den 45 Frauen in den Vorständen stehen demnach 630 Männer gegenüber, heisst es in der Analyse. Damit ergebe sich ein Frauenanteil von 6,7 Prozent. Anfang 2016 waren es noch 5,9 Prozent gewesen, Anfang 2015 5,2 Prozent. "Deutsche Vorstandsetagen sind nach wie vor mehrheitlich männliche Monokulturen", sagt Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland.

Die Bundesregierung hatte 2015 mit dem Gesetz für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen den Druck auf die Wirtschaft erhöht, mehr Frauen an die Spitze zu bringen. Seit dem 1. Januar 2016 verpflichtet es 101 börsennotierte, voll mitbestimmungspflichtige Firmen bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat sicherzustellen, dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden. Eine Quote für Vorstände gibt es nicht./als/DP/stb

(AWP)