Fresenius begibt Anleihe zur Finanzierung von Klinikkauf in Spanien

Der Medizinkonzern Fresenius begibt zur Finanzierung der Übernahme des spanischen Krankenhausbetreibers Quirónsalud eine Anleihe. Der Bond über 500 Millionen Euro sei eigenkapitalneutral, teilte Fresenius am Donnerstag mit. Um eine Verwässerung des Aktienkapitals auszuschliessen und eine eventuell hohe Rückzahlung abzusichern, erwirbt Fresenius zeitgleich zur Platzierung der Anleihe Call-Optionen auf eigene Aktien. Bei Wandlung der Anleihe müssten daher keine neuen Fresenius-Aktien ausgegeben werden, hiess es.
19.01.2017 08:50

Die bis 2024 laufende Anleihe wird noch im Laufe des Tages platziert. Sie ist unverzinslich und wird in 100 000 Euro gestückelt. Der Emissionspreis soll zwischen 100,00 und 104,75 Prozent des Nominalwerts betragen. Der anfängliche Wandlungspreis wird 45 Prozent über dem Referenzkurs der Fresenius-Aktie liegen. Dieser wiederum ergibt sich aus dem Durchschnittskurs der Fresenius-Aktie auf Xetra während einer Periode von zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen. Start hierfür ist der morgige Freitag.

Fresenius hatte im September den Kauf des Krankenhausbetreibers angekündigt. Die Übernahme für 5,76 Milliarden Euro ist bislang die grösste in der Firmengeschichte. Quirónsalud betreibt 43 Kliniken und beschäftigt 35 000 Mitarbeiter. Fresenius erhofft sich in Spanien grosse Wachstumschancen./she/stb

(AWP)