Fresenius bekommt neuen Chef - Sturm folgt auf Schneider

(Ausführliche Fassung)
26.06.2016 21:14

BAD HOMBURG (awp international) - Der Gesundheitskonzern Fresenius SE bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ulf Schneider werde das Unternehmen bis Ende Juni auf eigenen Wunsch verlassen, teilte der Dax-Konzern am Sonntag mit. Schneider wolle eine "neue berufliche Herausforderung" annehmen. Seinen Posten werde künftig Finanzvorstand Stephan Sturm übernehmen. Der Aufsichtsrat habe Sturm einstimmig gewählt, heisst es in der Mitteilung.

Für den Konzern bedeutet der Personalwechsel eine Zäsur. Der 50-jährige Ulf Schneider hatte die Geschicke des Unternehmens seit über 13 Jahren in der Hand. Während seiner Amtszeit haben sich der Umsatz, der Gewinn und die Zahl der Mitarbeiter vervielfacht. Mit Stephan Sturm übernimmt ebenfalls ein langjähriger Fresenius-Mitarbeiter das Ruder. Seit 2005 ist der 52-jährige Sturm Finanzvorstand bei Fresenius.

Der Konzern bestätigte am Sonntag den Konzernausblick für das laufende Geschäftsjahr. Währungsbereinigt werde mit einer Umsatzsteigerung um sechs bis acht Prozent gerechnet. Beim Konzernergebnis wird ein Zuwachs um acht bis 12 Prozent erwartet. Auch den mittelfristigen Ausblick bestätigte das Unternehmen. Der Konzernumsatz soll demnach bis 2019 zwischen 36 und 40 Milliarden Euro liegen und das Ergebnis soll auf 2,0 bis 2,25 Milliarden Euro steigen.

In den vergangenen Jahren hatte Fresenius mit diversen Zukäufen Schlagzeilen geschrieben - dazu gehörte etwa die Übernahme einer Reihe von Kliniken des Krankenhauskonzerns Rhön-Klinikum./tos/stk

(AWP)