Fresenius setzt sich nach starkem Jahresstart höhere Ziele

Der Medizinkonzern Fresenius SE hebt nach einem unerwartet starken Jahresstart die Messlatte noch ein wenig höher. 2017 will der Konzern nun sein vergleichbares Ergebnis um 19 bis 21 Prozent steigern statt wie bisher um 17 bis 20 Prozent, wie das Dax -Unternehmen am Mittwoch in Bad Homburg mitteilte. In der Prognose sind die jüngst bekanntgegebenen Übernahmen für die Flüssigmedizinsparte Kabi - also des US-Generika-Herstellers Akorn und die Biosimilars-Sparte des Darmstädter Merck-Konzerns - nicht eingerechnet.
03.05.2017 07:30

Im ersten Quartal brummte bei Fresenius das Geschäft quer durch nahezu alle Unternehmensbereiche. Wachstumstreiber waren die Flüssigmedizinsparte Kabi, die nun ebenfalls ihre Prognose anhob. Noch stärker konnte die Dialyse-Tochter FMC dank einer Vergütungsnachzahlung und guter Geschäfte in Nordamerika und der Region Asien-Pazifik zulegen.

Im ersten Quartal kletterten die Erlöse bei Fresenius um 19 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Wechselkursschwankungen herausgerechnet betrug das Plus 17 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit 8,11 Milliarden Euro gerechnet. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte von 959 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,216 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Minderheiten stieg um mehr als ein Viertel auf 457 Millionen Euro. Auch bei beiden Ergebniskennziffern hatten die Analysten im Schnitt weniger erwartet./tav/stb

(AWP)