Frühere Osram-Sparte Ledvance sieht nach Verkauf an Chinesen wieder Perspektiven

Die frühere Osram -Glühbirnensparte sieht nach der Übernahme durch ein chinesisches Konsortium wieder eine langfristige Überlebensperspektive. "Wenn wir so weitergemacht hätten wie bislang, hätte man sich ausrechnen können, wann es zuende ist", sagte Ledvance-Chef Jes Munk Hansen dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Nun aber habe Ledvance gute Aussichten, den Umsatz bei etwa zwei Milliarden Euro zu stabilisieren und mit neuen Produkten wie zum Beispiel LED-Leuchten auch wieder zu wachsen. Der Verkauf an den LED-Spezialisten MLS und die Investoren IDG und Yiwu für rund 500 Millionen Euro wurde am Freitag vollzogen.
05.03.2017 17:28

Wegen des rückläufigen Glühbirnenmarktes hatte es in der Sparte eine Restrukturierungsrunde nach der anderen gegeben. In Teilbereichen werde der Stellenabbau wie bislang geplant weitergehen, sagte Hansen. Die Restrukturierung sei noch nicht abgeschlossen. "In einem Geschäft, in dem der Markt um 15 bis 20 Prozent zurückgeht, muss man sich anpassen." Ledvance habe nun aber gemeinsam mit MLS "die Chance, mehr Beschäftigung zu sichern". Man werde auch mehr in Forschung und Entwicklung investieren./she

(AWP)