Fuchs Petrolub erwartet mehr Umsatz trotz hoher Investitionen

(Ausführliche Fassung) - Starke Halbjahreszahlen lassen den Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub mit gewachsener Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr blicken. Nachdem das Unternehmen im Vorjahresvergleich in allen Regionen ein Wachstum erzielen konnte, hob es seine Umsatzprognose für 2017 an. Die Ergebnisprognose blieb dabei unangetastet, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Mannheim mitteilte. Die Aktien des Schmierstoffherstellers legten im frühen Handel um 0,43 Prozent zu.
01.08.2017 09:33

Insgesamt wuchsen die Erlöse von Januar bis Ende Juni um knapp 10 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Wie schon im ersten Quartal verzeichnete Fuchs Petrolub die höchsten Zuwächse in der Region Asien-Pazifik und Afrika - hier setzte das Unternehmen fast 22 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Aber auch in Europa sowie Nord- und Südamerika lief es besser. In den USA zogen die Umsätze zusätzlich dank Zukäufen im Industrie-und Lebensmittelbereich an.

Fuchs hatte 2015 ein grosses Investitionsprogramm gestartet. Im Zeitraum 2016 bis 2018 will das Unternehmen 300 Millionen Euro in den Aus- und Neubau von Werken stecken. Zudem hatte der Konzern mit der Deutschen Pentosin-Werke GmbH und der Statoil Fuel & Retail Lubricants AB im Mai und August 2015 zwei grössere Unternehmen gekauft. Dazu kamen im letzten Jahr zwei Übernahmen in den USA: Im Mai hatte Fuchs dem Ölkonzern Chevron sein Weissöl- und Schmierstoffgeschäft für die Nahrungsmittelindustrie abgekauft. Mit Ultrachem kam im August zudem ein Spezialist für Industrieöle hinzu.

Die Wachstumsoffensive gehe mit erheblichen Investitionen einher, sagte Unternehmensschef Stefan Fuchs bei Bekanntgabe der Halbjahreszahlen. Trotzdem habe man die Ziele beim Ergebnis erreicht und beim Umsatz übererfüllt. Angesichts der neuen Rahmenbedingungen geht das Management für 2017 nun von einem Umsatzwachstum zwischen 7 und 10 Prozent aus. Zuvor hatte es ein Plus zwischen 4 und 6 Prozent angepeilt.

Beim operativen Ergebnis (Ebit) rechnen die Mannheimer weiterhin mit einem Wachstum zwischen 1 und 5 Prozent. Mit 190 Millionen Euro lag diese Kennzahl im ersten Halbjahr unter den Erwartungen der Analysten. Auch beim Nettogewinn wurden die Schätzungen mit 134 Millionen Euro leicht verfehlt./kro/mne/stb

(AWP)