GAM fliessen im Q1 Netto-Neugelder von 2,8 Mrd CHF zu - Untersuchung zu Löhnen

Der Vermögensverwalter GAM weist für das erste Quartal einen Netto-Neugeldzufluss aus. Es seien netto 2,8 Mrd CHF zugeflossen, teilt die Gesellschaft am Dienstag mit. Die Höhe der verwalteten Vermögen nahm derweil laut den Angaben seit Ende 2016 um 5% auf 126,9 Mrd CHF zu.
18.04.2017 07:33

Aufgeschlüsselt nach Geschäftsbereichen nahmen die verwalteten Vermögen im Segment "Investment Management" um 2% auf 69,9 Mrd CHF zu, was die Folge eines positiven Anlageergebnisses war; der Bereich verzeichnete nämlich Nettoabflüsse von 0,1 Mrd CHF. Im Segment "Private Labelling" nahmen die verwalteten Vermöge um 9% auf 57,0 Mrd CHF zu, wobei Nettozuflüsse von 2,9 Mrd CHF verzeichnet wurden.

Die aktuelle Performance deute auf eine Verbesserung der Nettozuflüsse in Investment Management während dem Rest des Jahres 2017 hin, heisst es weiter. Das Management gibt sich generell zuversichtlich, die Ziele im Laufe des Geschäftszyklus zu erreichen.

"Unsere Strategie beginnt, Ergebnisse zu erzielen", lässt sich CEO Alexander Friedman in der Mitteilung zitieren. Und er meint weiter: "Wir sind auf dem richtigen Weg bei der Transformation von GAM, und ich bin zuversichtlich, dass die Massnahmen, die wir bereits umgesetzt haben und weiterhin ergreifen werden, diese Verbesserung beschleunigen und uns in die Lage versetzen werden, unsere Ziele über einen Geschäftszyklus hinweg zu erreichen."

VRP-KANDIDAT SIEHT SICH AUF DEM RICHTIGEN WEG

Der Verwaltungsrat von GAM befindet sich bekanntlich im Vorfeld der am 27. April anstehenden Generalversammlung im Streit mit dem Investor RBR. "Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Strategie die richtige ist, um eine nachhaltige langfristige Wertsteigerung für unsere Aktionäre zu erzielen, während der Plan von RBR das Geschäft in einem kritischen Zeitpunkt beim Turnaround destabilisieren würde", lässt sich dazu Hugh Scott-Barrett zitieren, vom Unternehmen für das Amt des Verwaltungsratspräsidenten vorgeschlagener Kandidat.

Der Verwaltungsrat sei entschlossen, die bereits angekündigten Pläne für weitere operative Effizienzsteigerungen umzusetzen. Darüber hinaus wollte der VRP "persönlich eine umfassende Überprüfung der Vergütungsstrukturen und -politiken der Gruppe" überwachen. Diese Überprüfung solle von Verwaltungsrätin Nancy Mistretta geleitet werden, heisst es weiter.

CEO Alexander Friedman habe zudem beantragt, neben dieser Überprüfung die ihm möglicherweise für 2017 zustehenden variablen Vergütungen nur in Form von langfristig gesperrten Aktien zu gewähren und die Höhe seiner fixen Vergütung zu begrenzen.

rw/ys

(AWP)