Geberit-Aktien rutschen nach Quartalszahlen ab - Gewinnmitnahmen

Die Aktien des Sanitärtechnikers Geberit sind am Dienstag mit tieferen Notierungen in die neue, verkürzte Börsenwoche gestartet. Die von Geberit vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal verfehlten die Wachstumserwartungen der Analysten. Und so nehmen die Anleger nach der zuletzt starken Kursentwicklung nun Gewinne mit.
02.05.2017 09:48

Bis um 09.35 Uhr büssen Geberit 2,3% auf 442,90 CHF ein, nachdem die Papiere am vergangenen Freitag bei 453,30 CHF auf ein neues Allzeithoch geklettert waren. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert demgegenüber am Berichtstag mit 0,4% im Plus.

Geberit liege mit den Quartalszahlen knapp im Rahmen der Erwartungen und vermittle somit der Aktie aufgrund der hohen Bewertung keine weiteren positiven Impulse, schreibt Martin Hüsler von der ZKB. Allerdings habe der Währungseffekt die Umsatzentwicklung stärker als angenommen belastet. Das organische Wachstum in Lokalwährungen liegt mit 6,7% auf Höhe der ZKB-Schätzung von 7%. Andere Banken hatten diesbezüglich sogar mit bis zu 7,4% Wachstum gerechnet.

Positiv werden derweil die auf der Margenseite erzielten Fortschritte hervorgehoben. Der Anstieg der um Sonderfaktoren bereinigte EBITDA-Marge falle mit 60 Basispunkte höher aus als erwartet, meint Bernd Pomrehn von der Bank Vontobel. Dabei hätten die Volumeneffekt, der verbesserte Produktmix oder die mit der Integration von Sanitec erzielten Synergieeffekten die Belastungen aufgrund höherer Rohstoff- und Personalkosten und Währungseffekte mehr als kompensiert.

Wie gewohnt gibt es nach drei Monaten noch keine quantitativen Zielsetzungen für das Gesamtjahr, dazu äussert sich das Unternehmen erst anlässlich der Halbjahresergebnispräsentation von Mitte August konkreter. Allerdings habe Geberit die positiven Aussichten für die Bauindustrie, insbesondere in der wichtigsten Region Europa, bekräftigt, schreibt Pomrehn. Vor diesem Hintergrund bleibe das Risk/Return-Profil für Geberit attraktiv.

mk/cp

(AWP)