Geberit-Aktien werden für vorsichtigen Ausblick abgestraft

Die Aktien des Sanitärtechnikkonzerns Geberit verlieren am Dienstagmorgen trotz über den Erwartungen liegenden Jahreszahlen an Boden. Der eher konservative Ausblick des Unternehmens zeigt laut Analysten den ansteigenden Druck auf das organische Wachstum.
12.03.2019 10:08

Geberit Namen büssen um 9.55 Uhr 2,7 Prozent auf 396,70 Franken ein. Damit ist der Titel zum Berichtszeitpunkt der grösste SMI-Verlierer. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI tendiert leicht tiefer (-0,04%).

Die über den Erwartungen ausgefallen Jahreszahlen kommen in der Finanzgemeinde zwar gut an, das organische Wachstumsziel des Managements von 4 bis 6 Prozent dürfte aber 2019 erstmals nicht erreicht werden, meinen etwa die Analysten von Goldman Sachs in einem ersten Kommentar. "Wir halten es für unwahrscheinlich, dass Geberit seine Wachstums- und Margenziele in den nächsten drei Jahren erreichen wird", heisst es. Daher bleibe man bei der Verkaufsempfehlung und einem Kursziel von 339 Franken.

Bei Vontobel tönt es ähnlich. Die Bank hält dem Unternehmen zwar zu Gute, dass aufgrund des hohen Margenprofils auch in Zeiten des geringeren Wachstums und hohen Kostendrucks Wert generiert werde. Allerdings bedinge der schwächelnde Neubaumarkt mehr Investitionen, um das mittelfristige Wachstumsziel zu erreichen. Das "Halten"-Rating bleibt aber bei einem Kursziel von 410 Franken unangetastet.

Etwas optimistischer gibt sich die ZKB: "2019 dürfte Geberit in einem anspruchsvollen Marktumfeld die defensiven Stärken ausspielen", so die Kantonalbank. Daher sehe man wenig Revisionsbedarf bei den Schätzungen und stufe die Aktie weiterhin mit "Marktgewichten" ein, heisst es im Kommentar.

sta/uh

(AWP)

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