Geberit-CEO sieht sich mit Kosten für Sanitec-Integration auf Kurs

Zürich (awp) - Der Sanitärtechnikkonzern Geberit dürfte für die laufende Integration der skandinavischen Sanitec nicht mehr ausgeben als ursprünglich geplant. "Wir sind auf Kurs", sagte CEO Christian Buhl in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" auf die Frage, ob sich die Kosten im ursprünglich abgesteckten Rahmen hielten. Geberit hatte die Kosten auf 45 Mio CHF veranschlagt. 27 Mio CHF davon fielen bereits im Geschäftsjahr 2015 an, rund 10 Mio CHF dürften es laut Buhl im laufenden Jahr sein.
08.07.2016 16:57

Er bestätigte gleichzeitig das angestrebte Kosteneinsparziel durch Synergien von 45 Mio EUR. Auf die einzelnen Jahre aufgeschlüsselt wollte Buhl die Synergien nicht beziffern. Erste kleine Synergien habe es bereits im vergangenen Jahr gegeben, dieses Jahr solle ein "erheblicher Teil" dazukommen so Buhl, vor allem Kostensynergien.

Den vergangene Woche bekanntgegebenen Verkauf der Koralle-Gruppe begründete der Geberit-Chef mit fehlenden Synergien. "Koralle passte betrieblich nicht zu uns. Das Unternehmen war schon innerhalb Sanitec eine Stand-Alone-Lösung", so Buhl.

Für das zweite Semester erwartet Buhl für Europa eine bessere Marktentwicklung als 2015. Demnach hat sich die Baukonjunktur in Italien und Frankreich etwas aufgehellt. Unverändert gegenüber den letzten Aussagen sieht er die Märkte Deutschland, Polen oder Niederlande auf gutem Niveau, wogegen der Markt Schweiz nicht wachsen werde.

cf/ys

(AWP)