Geberit steigert Umsatz im Q1 - Bisheriger Ausblick bestätigt

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Quartal 2017 den Umsatz gesteigert. Er zog gegenüber dem Vorjahr um 2,6% auf 737,1 Mio CHF an, bereinigt um Devestitions- und Währungseffekte ergab sich ein Plus von 6,7%. Die Verkäufe wurden von negativen Währungseffekten in der Höhe von 16 Mio belastet, wie Geberit am Dienstag mitteilt. Das mehrheitlich positive Umfeld in der Bauindustrie habe aber die Rahmenbedingungen für einen gelungenen Start in das Geschäftsjahr 2107 gebildet.
02.05.2017 07:14

Das Nettoumsatzwachstum sei zudem auf weitere Umsatzsynergien und eine im Vergleich zum Vorjahresquartal höhere Anzahl Arbeitstage zurückzuführen.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA erhöhte sich um 4,4% auf 216,7 Mio CHF. Hier sind allerdings noch verschiedene Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Sanitec-Übernahme enthalten. Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit weist Geberit zusätzlich um diese Effekte angepasste Werte aus. Der adjustierte EBITDA stieg demnach im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,6% auf 218,9 Mio und die entsprechende Marge um 60 Basispunkte auf 29,7%.

Die zum Vorjahr angestiegenen operativen Ergebnisse waren vor allem auf den höheren Umsatz sowie auf weitere Synergieeffekte zurückzuführen. Negativ wirkten sich höhere Rohmaterialpreise und Personalkosten aus. Der ausgewiesene Reingewinn erhöhte sich um 2,1% auf 153,4 Mio und der adjustierte Reingewinn um 2,2% auf 162,2 Mio CHF.

Die negativen Einmaleffekte als Folge der Integration von Sanitec betrugen auf Stufe EBITDA 2 Mio CHF und auf Stufe Nettoergebnis 9 Mio und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten in etwa getroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 740,4 Mio, für den adjustierten EBITDA bei 218,6 Mio und für den effektiv ausgewiesenen Reingewinn bei 152,1 Mio CHF.

Für das Gesamtjahr 2017 hätten sich die Einschätzungen seit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Gesamtjahr 2016 im vergangenen März nicht wesentlich verändert, heisst es zum Ausblick. Die Bauindustrie sollte sich im Jahr 2017 insgesamt positiv, jedoch je nach Region, Markt und Bausektor weiterhin stark unterschiedlich entwickeln.

Die Rohmaterialpreise dürften im zweiten Quartal weiter leicht steigen und sich damit im ersten Halbjahr 2017 über denjenigen der Vorjahresperiode bewegen.

cf/cp

(AWP)