Generali fürchtet keinen Übernahmeangriff

Europas drittgrösster Versicherer Generali fürchtet keine Übernahme. "Das ist ein Hirngespinst", sagte Konzernchef Philippe Donnet am Donnerstag mit Blick auf Spekulationen auf einen Angriff aus dem italienischen Heimatmarkt oder dem Ausland.
16.03.2017 10:58

Italiens grösste Filialbank Intesa Sanpaolo, die auch im Versicherungsgeschäft mitmischt, hatte zwischenzeitlich Interesse an Generali angemeldet. Inzwischen liess das Intesa-Management die Pläne aber wieder fallen. Donnet ergänzte, auch eigene Zukäufe stünden momentan nicht auf der Agenda. Eine Kapitalerhöhung sei ebenfalls nicht geplant.

Die Intesa-Überlegungen haben aber den Druck auf Generali erhöht, mehr für die eigenen Aktionäre zu tun, auch wenn grosse Rivalen wie Allianz oder Axa kein Interesse an einem Zusammenschluss geäussert haben. Donnet will Generali profitabler machen. Dazu sollen auch Einsparungen beitragen. So sollen die Kosten bereits 2018 - und damit ein Jahr früher als bislang geplant - um 200 Millionen Euro gesenkt werden.

Das Ergebnis für 2016 fiel operativ mit 4,83 Milliarden Euro so gut wie noch nie aus. Unter dem Strich blieben 2,08 Milliarden Euro hängen, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber 2015. Das ist der höchste Gewinn seit neun Jahren. Daran sollen auch die Aktionäre teilhaben. Generali schlug eine Erhöhung der Dividende um acht auf 80 Cent je Anteilsschein vor.

An der Börse in Mailand kamen die Zahlen gut an. Generali-Aktien verteuerten sich um mehr als drei Prozent.

(AWP)