Gerresheimer konkretisiert Jahresziel nach schwachem Halbjahr

Die Zurückhaltung der US-Pharmakonzerne hat den Verpackungshersteller Gerresheimer auch im zweiten Quartal belastet. Von März bis Ende Mai sank der Umsatz des Spezialisten für Verpackungen für die Pharma- und Kosmetikindustrie im Jahresvergleich um 2,2 Prozent auf 339,5 Millionen Euro, wie der MDax -Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum schwachen Jahresstart hat sich die Abwärtsdynamik damit abgeschwächt.
13.07.2017 08:03

Die anhaltende Zurückhaltung der Pharmakunden in den USA nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump und ein schwächeres Geschäft mit Prototypen schlug auch auf den Gewinn durch. Dieser sank im zweiten Quartal um 13,3 Prozent auf unter dem Strich 25,1 Millionen Euro. Analysten hatten dies in etwa erwartet. Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr (Ende November) konkretisierte der Konzern. Der Umsatz dürfte bei rund 1,4 Milliarden Euro liegen, nach 1,375 Milliarden ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) dürfte auf rund 320 Millionen Euro klettern, nach 308 Millionen ein Jahr zuvor. Im zweiten Halbjahr sei eine Erholung zu erwarten. Die Ziele bis 2018 wurden bestätigt.

Das Unternehmen aus Düsseldorf stellt mit rund 10 000 Mitarbeitern vor allem pharmazeutische Verpackungen her wie vorfüllbare Spritzen und Ampullen. Aber auch Tiegel und Fläschchen für die Kosmetikindustrie sind im Programm./jha/stb

(AWP)