Gerry Weber will Aktionäre mit Aktienrückkauf versöhnen

Der angeschlagene Modekonzern Gerry Weber will seine Aktionäre mit einem Rückkaufprogramm besänftigen. Für maximal fünf Millionen Euro will Gerry Weber bis zu 500 000 eigene Papiere zurückkaufen, wie das Unternehmen am Mittwochabend in Halle mitteilte. Abgeschlossen werden soll das Programm bis zum 31. Oktober. Die zurückerworbenen Aktien sollen eingezogen werden. Nach Börsenschluss kam das bei den Anlegern gut an: Auf der Handelsplattform Tradegate zog die Aktie im Verhältnis zum Xetra-Schlusskurs um 3,4 Prozent an. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hatte das Papier rund 25 Prozent an Wert verloren und notierte zuletzt bei 10,73 Euro.
15.03.2017 18:51

Gerry Weber hatte im Februar im Zuge rückläufiger Umsätze und einbrechender Gewinne einen verschärften Sparkurs angekündigt. Auch wenn sich das Unternehmen bei der Neustrukturierung auf Kurs sieht, prognostizierten die Westfalen angesichts weiterer Filialschliessungen und des nach wie vor schwierigen Marktumfeldes weiter rückläufige Erlöse. Experten hakten das laufende Geschäftsjahr bereits als Übergangsjahr ab./fbr/edh

(AWP)