Gesamtvermögen der weltweit 300 grössten Pensionseinrichtungen sinkt

Zürich (awp) - Das Gesamtvermögen der 300 weltweit grössten Pensionseinrichtungen hat sich im Jahr 2015 erstmals seit der Finanzkrise von 2008 rückläufig entwickelt. Wie aus der vom Beratungsunternehmen Willis Towers Watson und dem US-Finanz- und Wirtschaftsmagazin "Pensions & Investments" am Mittwoch veröffentlichten Studie hervorgeht, ging das Volumen im vergangenen Jahr um 3,4% auf 14,8 Billionen USD zurück und fiel damit etwa auch unter das Niveau von Ende 2013.
19.10.2016 12:55

Auch die Schweizer Pensionseinrichtungen verloren an Substanz und fielen im Ranking zurück. Die Schweiz ist in der Rangliste mit neun Vorsorgeeinrichtungen vertreten, wobei 1,4% der gesamten Assets auf sie entfallen. Angeführt werden die Schweizer Einrichtungen von der Pensionskasse des Bundes PUBLICA, die mit einem Vermögen von gut 36 Mrd USD auf Platz 100 liegt. Ebenfalls in der Rangliste sind etwa die BVK des Kantons Zürich (Vermögen 2015: 28,7 Mrd) oder die Pensionskassen der UBS (23,9 Mrd) oder von Nestlé (22,4 Mrd) zu finden.

Die teilweise schlechtere Rangstellung der Schweizer Fonds im internationalen Vergleich widerspiegle nicht nur die Bewegungen in den unterliegenden Märkten, sondern auch die Wertentwicklung des Schweizer Franken, schreibt Towers Watson. Der Währungseffekt habe sich besonders im Jahr 2014 bemerkbar gemacht. Während Wertschriften in lokaler Währung allgemein stark zulegten, verlor der Franken gegenüber dem Dollar fast 12% an Wert. Im 2015 spielte der Deviseneffekt kaum eine Rolle, da sich der Franken um nur knapp 1% gegenüber dem US-Dollar abschwächte.

Weitaus am stärksten sind im Ranking die USA mit 128 Fonds und einem Anteil am Gesamtvermögen von rund 38% vertreten. Auf den weiteren Plätzen folgen Japan mit rund 12% und die Niederlanden mit einem Anteil von knapp 7%.

Die Erhebung zeigt auch, dass sich die Vermögen der 20 grössten Pensionskassen besser entwickelt haben als das Gesamtranking. Mit einem Minus von 2,2% im vergangenen Jahr seien ihre Verluste um knapp 1,2% geringer als der allgemeine Durchschnitt der Top-300 ausgefallen, heisst es.

mk/yr

(AWP)