Geschäftsschwund bei Navi-Pionier TomTom hält an

Der niederländische Navigationsgerätehersteller TomTom kämpft weiter mit schrumpfenden Geschäften. Nach einem überraschend starken Umsatzrückgang im vergangenen Quartal korrigierte das Management seine Erwartungen fürs Gesamtjahr nach unten.
20.10.2017 11:18

Wie der Konzern am Freitag bekanntgab, leidet er weiter unter der Schwäche im Stammgeschäft mit Produkten für Endkonsumenten, das neben traditionellen Navigationssystemen auch tragbare Fitness-Datengeräte umfasst. Hier sinkt die Nachfrage, weil Autofahrer und Sportler verstärkt auf Smartphone-Apps zurückgreifen.

Um den Abwärtstrend aufzuhalten, konzentriert sich der Navi-Pionier mit Sitz in Amsterdam verstärkt auf Dienstleistungen für die Autozulieferindustrie. Dazu gehören Karten, Flottenmanagement-Systeme und Technologie für selbstfahrende Autos. Das Wachstum in diesem Bereich konnte die Einbussen in der Endkonsumentensparte zuletzt aber nicht ausgleichen.

Wegen des Umbaus im Geschäft mit Sportprodukten - etwa Datengeräte für Läufer und Golfer - erwartet TomTom für dieses Jahr nur noch 900 Millionen Euro Umsatz. Bisher lag die Prognose bei rund 925 Millionen. Die Restrukturierungskosten führten im abgelaufenen Vierteljahr zu einem Verlust von 5,3 Millionen Euro.

Der Umsatz sank um neun Prozent auf 218 Millionen und lag damit unter den Erwartungen von Analysten. Im vorangegangenen Quartal war er bereits um vier Prozent geschrumpft. An der Börse in Amsterdam notierte die TomTom-Aktie mehr als drei Prozent im Minus.

(AWP)