Gewerkschaften rufen in Argentinien zum Generalstreik auf

Die argentinische Gewerkschaftszentrale CGT hat zu einem Generalstreik gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri aufgerufen. Bei einer Grosskundgebung in Buenos Aires kündigte die Führung der CGT am Dienstag einen 24-stündigen Streik an. Der genaue Termin solle erst nach einem letzten Versuch festgelegt werden, eine positive Antwort der Regierung auf die Gewerkschaftsforderungen zu erreichen.
07.03.2017 21:50

Die CGT fordert freie Tarifverhandlungen und das Ende der gegenwärtigen Entlassungswelle, die mit der freizügigen Importpolitik gefördert werde. Die Regierung hatte für die anstehenden Tarifverhandlungen eine Obergrenze für Gehaltserhöhungen festgelegt, die nicht die für 2017 angepeilte Inflationsrate von 18 Prozent übertreffen solle. Die Inflation lag 2016 über 40 Prozent.

Die Regierungspolitik vertiefe die soziale Kluft zwischen Reichen und Armen, sagte der CGT-Generalsekretär Juan Carlos Schmid. An der Demonstration nahmen nach Angaben der Organisatoren rund 300 000 Menschen teil./jg/DP/he

(AWP)