Gewinneinbruch: AstraZeneca wartet weiter auf den Aufschwung

Der Pharmakonzern AstraZeneca steht weiterhin unter Druck. Im ersten Quartal brachen dem britisch-schwedischen Unternehmen die Gewinne noch deutlicher weg, als Analysten bereits befürchtet hatten. Vor allem der anhaltende Umsatzeinbruch im Geschäft mit dem inzwischen nicht mehr patentgeschützten Cholesterinsenker Crestor setzte dem Konzern zu. Zuwächse etwa durch wichtige Hoffnungsträger aus dem Krebsgeschäft reichten als Ausgleich nicht aus. Die Führungsspitze um Konzernchef Pascal Soriot hält gleichwohl an den Wachstumszielen fest, wie AstraZeneca am Freitag in London mitteilte.
18.05.2018 09:11

Im ersten Quartal knickten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf knapp 5,2 Milliarden US-Dollar ein. Der schwache Dollar bewahrte den Konzern vor Schlimmerem: Zu konstanten Wechselkursen hätte der Rückgang gar 9 Prozent betragen. Der Rückgang war ebenfalls deutlich niedrigeren Einnahmen aus verkauften Rechten an älteren Arzneien geschuldet. Der für die Konzernprognose massgebliche Kerngewinn je Aktie brach um rund die Hälfte auf 0,48 Dollar ein. Analysten hatten mit mehr Gewinn gerechnet. Unter dem Strich verbuchte AstraZeneca einen Überschuss von 316 Millionen Dollar, das waren 38 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Nach jahrelangen Rückschlägen soll es für das Unternehmen in diesem Jahr zumindest bei den Erlösen im niedrigen einstelligen Prozentbereich wieder aufwärts gehen, wenngleich der Kerngewinn je Aktie noch sinken dürfte. Soriot sprach von starken Resultaten für die Krebsmedikamente Lynparza, Tagrisso und Imfinzi, die zu den wichtigen Hoffnungsträgern und Umsatztreibern des Konzerns gehören. Dies sei ein ermutigender Verlauf und ein Grundstein für die für 2018 angepeilte Rückkehr zu Wachstum./tav/stw/jha/

(AWP)