Givaudan mit höherem Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr - Ziele bestätigt

(Ergänzt um weitere Details) - Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat im ersten Halbjahr 2017 den Umsatz gesteigert und verdiente auch unter dem Strich mehr als im Vorjahr. Beide Divisionen trugen ihren Anteil zum Wachstum bei. Das Management bestätigt die bisherigen mittelfristigen Ziele.
20.07.2017 07:28

Den Umsatz steigerte Givaudan in den ersten sechs Monaten 2017 um 2,3% auf 2,48 Mrd CHF, wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen (LW) gerechnet sowie um Akquisitionen und Veräusserungen bereinigt resultierte gar ein Plus von 6,4%.

EBITDA GESUNKEN

Der Bruttogewinn nahm um 3,6% auf 1,13 Mrd zu. Die verwässernden Effekte der im Juli 2016 durchgeführten Akquisition des Spicetec-Geschäfts hätten teilweise durch Produktionsgewinne ausgeglichen werden können, heisst es weiter. Dennoch sank die Bruttomarge auf 45,6% von 46,8% im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA verminderte sich dagegen um 6,5% auf 597 Mio CHF; daraus errechnet sich eine Marge von 24,0% nach 27,3% im Vorjahr. Das ist einerseits auf Kosten in Höhe von 24 Mio in Verbindung mit der Implementierung von "Givaudan Business Solutions" zurückzuführen. Anderseits verzeichnete der Konzern im Vorjahr im Zusammenhang mit der Änderung bei den Pensionsplänen einen einmaligen Nettogewinn von 55 Mio. In Lokalwährungen sank das EBITDA um 5,3%. Der freie Cashflow erreichte mit 132 Mio rund 10,8% (VJ 10,2%) der Verkäufe.

Unter dem Strich resultierte dennoch dank gesunkener Finanzierungskosten und eines tieferen Ertragssteueraufwands eine Steigerung des Nettogewinns um 4,5% auf 384 Mio.

BEIDE DIVISIONEN MIT UMSATZSTEIGERUNG

In beiden Geschäftsbereichen wurde ein Umsatzzuwachs verzeichnet. In der Division Riechstoffe stieg er dabei auf vergleichbarer Basis um 0,1% und in Franken um 0,4% auf 1,14 Mrd CHF. Das Wachstum sei trotz der hohen Vergleichszahlen im Vorjahr erzielt worden; damals verzeichnete die Division ein Plus von 9,7% respektive 10,7% in CHF. Dabei stiegen in der Berichtsperiode die Verkäufe im Konsumgütergeschäft um 0,8% auf vergleichbarer Basis. Dagegen sanken sie im Bereich Luxusgüterparfümerie um 0,4% und in den Bereichen Riechstoffingredienzien und Active Beauty um 2,7%.

Die Division Aromen erhöhte sich der Umsatz um 4,4% respektive 12,0% (Franken) auf 1,35 Mrd CHF. Unter Einschluss der übernommenen Spicetec und Activ International belief sich das Wachstum in lokaler Währung auf 13,6%. Dabei erhöhten sich die Verkäufe in Asien-Pazifik um 1,9%, in Europa, Afrika und Naher Osten um 4,7% und in Nordamerika um 8,9%. Dagegen sanken sie in Lateinamerika um 1,6%.

Insgesamt habe Givaudan "nachhaltig gute Ergebnisse" erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. Das Unternehmen habe das Jahr mit einer guten Geschäftsdynamik fortgesetzt und habe das hohe Niveau in ihrer Produktepipeline und bei den Geschäftsabschlussraten beibehalten können.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Givaudan die Konsens-Schätzungen der Analysten auf Stufe Umsatz leicht verfehlt, der EBITDA und Gewinn lagen aber über den Erwartungen. Gemäss AWP-Konsens wurde im Durchschnitt ein Umsatz von 2,51 Mrd, ein EBITDA von 591 Mio und ein Reingewinn von 367 Mio CHF erwartet.

Die mittelfristigen Ziele bleiben derweil unverändert. Demnach streben die Genfer im Durchschnitt über den Zeitraum 2015 bis 2020 jährlich ein organisches Wachstum von 4 bis 5% an und wollen damit das Marktwachstum übertreffen. Die Free-Cashflow-Rendite soll gemessen an den Verkäufen in der Bandbreite von 12 bis 17% liegen. Die bestehende Dividendenpraxis soll im Rahmen dieser Ziele beibehalten werden.

sig/ra

(AWP)