Givaudan steigert Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr klar - Ziele bestätigt

(Ergänzt um Details zu den Divisionen)
18.07.2016 07:58

Vernier (awp) - Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat im ersten Halbjahr 2016 mehr Umsatz erzielt und den Gewinn überproportional gesteigert. Dabei stiegen die Verkäufe insbesondere in der Division Riechstoffe deutlich an, und auf Gewinnstufe gab ein positiver Sondereffekt Rückenwind. An den mittelfristigen Zielen hält das Unternehmen wie erwartet fest.

Die Verkäufe erhöhten im ersten Semester um 6,9% auf 2,33 Mrd CHF. Auf vergleichbarer Basis resultierte ein Plus von 6,2%, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA stieg derweil um 12,8% auf 638 Mio CHF; daraus errechnet sich eine Marge von 27,3%, nach 25,9% im Vorjahr.

Gründe für den EBITDA-Anstieg seien die starke Volumensteigerung, eine gute Kostenkontrolle sowie auf ein nicht liquididätswirksamer Sondergewinn von 55 Mio im Zusammenhang mit einer Änderung bei den Pensionsplänen, so die Meldung. Auch im Vorjahr war ein Sondergewinn in Höhe von 20 Mio CHF verbucht worden.

Der Reingewinn legte derweil um 7,6% auf 368 Mio zu. Pro Aktie lag der Reingewinn bei 40,00 CHF nach 37,15 CHF in der Vorjahresperiode.

Der freie Cashflow ging auf 174 Mio von 248 Mio CHF zurück und erreichte damit rund 7,4% der Verkäufe. Mit diesen Zahlen hat Givaudan die Schätzungen der Analysten besonders mit Blick auf die Profitabilität übertroffen.

DIVISION RIECHSTOFFE WÄCHST KRÄFTIG

Mit Blick auf die beiden Divisionen resultierte insbesondere im Bereich Riechstoffe ein kräftiges Wachstum. Die Verkäufe stiegen auf vergleichbarer Basis um fast 10% auf 1,13 Mio CHF. Schliesst man die im vergangenen August übernommene Induchem mit ein, lag das Wachstum in Lokalwährungen gar bei 11%. Der EBITDA der Sparte stieg auf 351 Mio von 244 Mio CHF, auch dank dem genannten Sondergewinn.

Die Division Aromen erzielte derweil einen Umsatz von 1,20 Mrd, woraus sich ein Anstieg von 3,0% auf vergleichbarer Basis bzw. ein Plus von 3,5% in Franken errechnet. Bei den Regionen hätten sich vor allem Lateinamerika (+16,7%) und Asien-Pazifik (+4,8%) positiv entwickelt. Auch in Nordamerika stiegen die Verkäufe um 0,4% an, dagegen resultierte für Europa, Afrika und Naher Osten ein leichter Rückgang um 0,7%.

Der EBITDA ging in der Aromen-Sparte auf 287 Mio von 322 Mio CHF zurück, bei einer um 3,9 Prozentpunkte tieferen Marge von 23,9%. In der Vorjahresperiode war in der Sparte allerdings ein einmaliger und nicht liquiditätswirksamer Gewinn von 32 Mio verbucht worden.

ZIELE BESTÄTIGT - ÄNDERUNGEN IN DER GESCHÄFTSLEITUNG

An den mittelfristigen Zielen hält Givaudan wie erwartet fest. Demnach streben die Genfer im Durchschnitt über den Zeitraum 2015 bis 2020 jährlich ein organisches Wachstum von 4 bis 5% an und wollen damit das Marktwachstum übertreffen. Die Free-Cashflow-Rendite soll gemessen an den Verkäufen in der Bandbreite von 12 bis 17% liegen. Die bestehende Dividendenpraxis soll im Rahmen dieser Ziele beibehalten werden.

Weiter gab Givaudan Veränderungen in der Geschäftsleitung bekannt. Adrien Gonckel, Chief Information Officer, werde per 1.August in den Ruhestand treten. Im Gegenzug wird Anne Tayac, derzeit Head of Fragrance Operations, zum neuen Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Die französische Staatsbürgerin werde für die Entwicklung, Umsetzung und Leitung einer globalen Organisation für Unternehmensdienstleistungen und -lösungen verantwortlich sein, so die Meldung.

an/rw

(AWP)