Givaudan wächst im ersten Quartal stärker als erwartet - Ziele bestätigt

(Meldung um Details zu den Sparten erweitert) - Der Genfer Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan ist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2017 etwas stärker gewachsen als erwartet. Besonders deutlich war der Anstieg im Bereich Aromen, aber auch die Sparte Riechstoffe legte insgesamt zu. An den mittelfristigen Zielen hält das Unternehmen fest.
11.04.2017 07:38

Der Umsatz stieg um 7,7% auf 1,24 Mrd CHF. Auf vergleichbarer Basis, also in Lokalwährungen sowie um Akquisitionen und Veräusserungen bereinigt, stiegen die Verkäufe um 3,5%, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstag. Mit den vorgelegten Zahlen hat Givaudan die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) durchwegs leicht übertroffen.

AROMEN LEGEN KRÄFTIG ZU

Die Dynamik zum Jahresstart wird vom Konzern als gut bezeichnet. Das hohe Niveau der Projektpipeline und bei den Geschäftsabschlussraten sei beibehalten worden. Zusammen mit den Kunden würden weiterhin Preiserhöhungen durchgesetzt, um den Anstieg der Produktionskosten auszugleichen.

Besonders die Division Aromen legte kräftig zu mit einem Umsatzplus von knapp 13% auf 666 Mio CHF (bereinigt +4,8%). Unter Einschluss der im August 2016 übernommene Spicetec sowie der im Januar 2017 erfolgten Akquisition von Activ International lag das Wachstum sogar bei gut 14%. Aus regionaler Sicht legten die Verkäufe in Europa, Afrika und im Nahen Osten um 6,1% zu, in der Region Asien-Pazifik stiegen sie um 2,0% und in Lateinamerika sanken sie um 3,4%.

Der Rückgang in Lateinamerika sei den starken Vorjahresvergleichszahlen geschuldet, heisst es weiter. Das etwas bescheidenere Wachstum in der Region Asien-Pazifik sei der geringeren Dynamik in China zuzuschreiben. Nach Segmenten betrachtet trugen sowohl Milchprodukte und Getränke als auch kulinarische Aromen und Süsswaren zu den positiven Verkaufszahlen bei.

Bei der Division Riechstoffe fiel das Wachstum mit 2,6% auf 576 Mio CHF (bereinigt +2,1%) etwas bescheidener aus. Dabei legte der Bereich Konsumgüter um 3,2% zu. Dieser Anstieg sei von internationalen Kunden in reifen und wachstumsstarken Märkten getragen worden.

In der Luxusparfümerie wurde 0,9% mehr trotz bereits hoher Vorjahreswerte umgesetzt. Starke Zuwächse gab es in Westeuropa, dem Nahen Osten und Asien, rückläufig waren hingegen die Märkte in Nordamerika und Lateinamerika. Bei den Riechstoff- und Kosmetikingredienzien sank der Umsatz um 1,7%, wobei die Riechstoffingredienzien zu Jahresbeginn eine geringere Volumennachfrage zu verkraften hatten. Derweil sei der Bereich Kosmetikingredienzien mit zweistelligen Zuwächsen gut ins Jahr gestartet.

AUSBLICK UNVERÄNDERT

Die mittelfristigen Ziele bleiben derweil unverändert. Demnach streben die Genfer im Durchschnitt über den Zeitraum 2015 bis 2020 jährlich ein organisches Wachstum von 4 bis 5% an und wollen damit das Marktwachstum übertreffen. Die Free-Cashflow-Rendite soll gemessen an den Verkäufen in der Bandbreite von 12 bis 17% liegen. Die bestehende Dividendenpraxis soll im Rahmen dieser Ziele beibehalten werden.

dm/ys

(AWP)