Sonderfaktoren belastenGraubündner KB verdient operativ weniger

Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wie angekündigt operativ weniger verdient als im Vorjahr. Der Konzerngewinn konnte gut gehalten werden.
10.02.2017 08:02
Das Luxushotel Waldhaus in Flims, ein wichtiger Graubündner Touristenort.
Das Luxushotel Waldhaus in Flims, ein wichtiger Graubündner Touristenort.
Bild: ZVG

An die Inhaber der Partizipationsscheine soll eine unveränderte Dividende von 38 CHF ausgeschüttet werden.

Der Geschäftserfolg verminderte sich im Jahr 2016 um 12,6% auf 156,5 Mio CHF und liegt damit im Rahmen der Management-Guidance von 154 bis 158 Mio. Der Rückgang begründet sich insbesondere mit Sondermassnahmen, so insbesondere eine Goodwill-Abschreibung auf der Mitte Jahr erworbenen Beteiligung an Albin Kistler, eine einmalige Einlage in die Personalvorsorgestiftung und verschiedene Beteiligungstransaktionen. Unter Ausklammerung dieser Sonderfaktoren hätte ein Anstieg um 1,0% auf 174,9 Mio resultiert, schreibt die GKB am Freitag in einer Mitteilung.

Der Konzernerfolg blieb derweil stabil bei 168,5 Mio CHF.

"Unser Rückblick auf das Geschäftsjahr 2016 ist positiv", wird CEO Alois Vinzens zitiert. Die Bank habe strategisch wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Dazu gehörten die Umstrukturierungen bei den Bankbeteiligungen Privatbank Bellerive AG (PBB) und Private Client Bank (PCB) sowie der Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Albin Kistler AG. Diese Transaktionen würden die Basis für eine weitere Diversifikation der Erträge legen, ergänzt Bankpräsident Peter Fanconi.

Kosten sanken leicht

Insgesamt erwirtschaftete die Bank in der Berichtsperiode einen um 3,7 tieferen Geschäftsertrag von 355,5 Mio CHF. Die Kosten gingen geringfügig um 0,3% auf 174,4 Mio zurück. Dies führte zu einer schlechteren Cost-Income-Ratio II von 51,8% nach 50,2% im Vorjahr.

Im zentralen Zinsgeschäft verbuchte das Bündner Kantonsinstitut insbesondere dank rückläufigen Kosten der Absicherungsgeschäfte einen um 4% gestiegenen Nettoerfolg von 239,6 Mio.

Im Hypothekargeschäft wuchs die GKB um 5,8%. Zwei Drittel des Wachstums seien mit erstklassigen ausserkantonalen Hypotheken erzielt worden, wodurch die nachlassende Dynamik im Heimmarkt ausgeglichen werden konnte, so die GKB.

Anders als im Vorjahr konnte die Bank netto wieder neue Gelder anziehen. Insgesamt flossen 309 Mio CHF zu. Die Abflüsse an ausländischem Kundenvermögen hätten sich nach der grösstenteils abgeschlossenen Vergangenheitsbewältigung auf ein Minimum reduziert.

Im laufenden Jahr rechnet das Management mit einem erneut stabilen Konzerngewinn. Den Geschäftserfolg wird durch den Wegfall der Sonderfaktoren begünstigt und in der Grössenordnung von 156 bis 160 Mio CHF erwartet. Zudem will die Bank 350 Mio an neuen Geldern anziehen.

(AWP)