GlaxoSmithKline-Chefin verstärkt Sparbemühungen - Prognose angehoben

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline trotzt den Sorgen um sein Asthmamittel Advair mit einer verbesserten Jahresprognose. Im zweiten Quartal lief es bei den Briten vor allem dank neuer Medikamente gut, allerdings wurde das Wachstum wie schon zum Jahresstart abermals durch das erstarkende Pfund abgewürgt. Konzernchefin Emma Walmsley, die GSK einen Umbau verordnet hat und schon seit längerem auf die Kostenbremse tritt, kündigte unterdessen bei der Vorlage der Zahlen am Mittwoch ein neues Sparprogramm an.
25.07.2018 13:27

Gleichzeitig sprach Walmsley von "ermutigenden Resultaten im gesamten Konzern" im zweiten Quartal und stellt nun für 2018 mehr Gewinn in Aussicht. Die neuen Ziele seien zum einen dem erfolgreichen Start des Impfmittels Shingrix geschuldet. Ausserdem können die Briten nun nach der Komplettübernahme des ehemals gemeinsam mit Novartis geführten Geschäfts für rezeptfreie Medikamente mehr Beiträge verbuchen.

Sollte in diesem Jahr kein Nachahmermedikament mehr für Advair auf den Markt kommen - was eher als unwahrscheinlich gilt - peilt der Konzern nun einen Anstieg für das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) von 7 bis 10 Prozent an. Währungseffekte sind in dieser Prognose allerdings ausgeklammert. Zuvor hatte GSK noch mit einem Plus von 4 bis 7 Prozent gerechnet. Konzernweit stagnierten die Erlöse im zweiten Quartal jedoch währungsbedingt bei rund 7,3 Milliarden Pfund (rund 8,2 Mrd Euro), Wechselkurseffekte herausgerechnet betrug das Plus 4 Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich hingegen unter anderem wegen gesunkener Kosten auf knapp 780 Millionen Pfund, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 20 Millionen Pfund angefallen war./tav/jsl/fba

(AWP)