Rohstoffe und Minen - Glencore macht wieder Gewinn und hält an Ausschüttungszusage fest

Dem Rohstoff- und Minenkonzern Glencore ist im Geschäftsjahr 2016 die Kehrtwende geglückt. Nach einem deutlichen Verlust hat Glencore 2016 wieder schwarze Zahlen geschrieben.
23.02.2017 10:00
Hat den Turnaround bei Glencore geschafft: CEO Ivan Glasenberg.
Hat den Turnaround bei Glencore geschafft: CEO Ivan Glasenberg.
Bild: Bloomberg

So weist der Konzern unter dem Strich einen Gewinn von 1,4 Milliarden Dollar aus, nachdem sich im Vorjahr der den Aktionären zurechenbare Verlust auf knapp 5 Milliarden summiert hatte. An der zuletzt bekundeten Ausschüttungspolitik hält der Konzern fest.

Den operativen Gewinn hat Glencore 2016 um 81% auf 3,9 Milliarden Dollar erhöht, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Der Geldfluss aus dem operativen Geschäft (FFO) stellte sich bei 7,8 Milliarden Dollar ein (Vorjahr 6,6 Milliarden). Für die Nettoverbindlichkeiten weist Glencore mit 15,5 Milliarden Dollar (per Ende 2016) gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 40% aus.

So gut aufgestellt wie seit IPO nicht

Der Konzern sei seit dem IPO und der dann erfolgten Übernahme und Integration von Xstrata nicht mehr so gut aufgestellt gewesen wie aktuell, sagt CEO Ivan Glasenberg in der Mitteilung. Für das Geschäftsjahr 2017 spricht er von sich verbessernden Fundamentaldaten, durch die der Konzern seinen Aktionären einen deutlichen Wertzuwachs bescheren werde.

Beim Blick auf die Rohstoffmärkte zeigt sich der Konzern überzeugt, dass zunehmende Risiken auf der Angebotsseite für steigende Preise sorgen sollten. Der anhaltende Preisdruck auf den Rohstoffmärkten während der vergangenen 24 Monate habe vor allem auf der Angebotsseite für Veränderungen wie etwa Produktionskürzungen gesorgt. Zudem stünden in China strukturelle Reformen an, die sich ebenfalls auf das Angebot auswirkten.

Gleichzeitig sagt Glencore eine generelle Erholung für die Rohstoffmärkte voraus. Der Konzern begründet dies mit einer stärkeren Nachfrage und vergleichsweise niedrigen Lagerbeständen.

Ausschüttungspolitik bestätigt

Eine wichtige Rolle für die künftigen Rohstoffpreise spiele aber auch die Tatsache, dass die Investitionen in der Branche deutlich gefallen seien. Dies führe zu zum Teil veralteten Minen und Knappheit etwa bei der Wasserzufuhr. Dies wiederum sollte sich sukzessiv positiv auf das Preisumfeld auswirken.

Wie Glencore bereits Ende 2016 angekündigt hatte, wird den Aktionären für das vergangene Geschäftsjahr insgesamt 1 Milliarde Dollar bezahlt. Diese Ausschüttung soll in gleichen Tranchen im ersten und zweiten Halbjahr 2017 gezahlt werden. Zuletzt hatte Glencore auf die Ausschüttung von Dividenden verzichtet. Ab 2018 sollen dann den Aktionären eine fixe Basisausschüttung von ebenfalls 1 Milliarde Dollar sowie variable Zahlungen von mindestens 25% des operativen Free Cashflow geleistet werden.

(AWP)