Glencore will Rusal-Anteil in Aktien von En+ umtauschen

Der Rohstoffkonzern Glencore hat über seine Tochtergesellschaft Amokenga Holding Limites (AHL) mit dem Aluminium- und Wasserkrafthersteller En+ ein Abkommen zur Rusal-Beteiligung getroffen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Glencore seinen Anteil von 8,75% am russischen Aluminiumproduzenten Rusal in Anteile (global depositary receipts, GDR) von En+ wandelt, wie das Unternehmen bereits am Mittwoch mitteilte. Die Wandlung soll im Anschluss an das IPO der GDRs von En+ erfolgen.
19.10.2017 17:00

Der Umtauschpreis werde anhand des Ausgabepreises für die En+-Papiere, der Anzahl von AHL gehaltenen Rusal-Anteile sowie des volumengewichteten Durchschnittskurses der vergangenen 60 Tage für die in Hongkong gehandelten Rusal-Aktien berechnet, heisst es weiter. Nach Abschluss der Transaktion könne sich AHL durch Glencore-CEO Ivan Glasenberg im Verwaltungsrat von En+ vertreten lassen, heisst es weiter. Derweil wird die Rusal-Beteiligung von En+ auf 56,88% von derzeit 48,13% ansteigen.

Wie bereits angekündigt, will der Industriemagnat Oleg Deripaska sein in der Gruppe En+ gebündeltes Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft in der britischen Hauptstadt und in Moskau an die Börse bringen. Dabei sollen rund 1,5 Mrd USD vor allem zum Abbau von Schulden eingesammelt werden. Die Erstnotiz in London soll im November über die Bühne gehen.

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(AWP)