GLKB bleibt auf Wachstumskurs und erhöht Dividende

(Meldung ausgebaut) - Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat ihren Wachstumskurs fortgeschrieben. So stiegen die Kundenausleihungen auf einen neuen Rekordwert, wobei das Kerngeschäft Hypotheken weiterhin der Hauptwachstumstreiber war. Vor diesem Hintergrund will die GLKB denn auch die Dividende erhöhen.
08.02.2017 08:59

Im vergangenen Geschäftsjahr 2016 steigerte das Institut den Geschäftserfolg um 12% auf 19,6 Mio CHF, wie die GLKB am Mittwoch mitteilte. Der im Jahresvergleich indes deutlich tiefere ausserordentliche Geschäftsertrag von 0,9 Mio (-70%) erklärt sich unter anderem dadurch, dass im Vorjahresergebnis der Verkaufsgewinn aus der Swisscanto-Beteiligung enthalten war. So resultierte beim Reingewinn für das zurückliegende Geschäftsjahr ein Rückgang um 12% auf 17,5 Mio CHF

Insgesamt verbesserte sich der Betriebsertrag um 7,8% auf 65,6 Mio CHF. Höheren Erträgen aus dem Zinsengeschäft und einem deutlich besseren Handelserfolg standen dabei tiefere Erträge aus dem Kommissionsgeschäft gegenüber. So stellte sich der Zinserfolg bei 48,5 Mio CHF (+4%) und der Erfolg im Handelsgeschäft bei 5,5 Mio CHF (+47%) ein.

Der Kommissionserfolg fiel dagegen 7,6% auf knapp 9 Mio CHF. Deutlich gestiegen ist der übrige ordentliche Erfolg, der sich aus Erträgen für Software-Lizenzen und aus einer positiven Wertentwicklung auf langfristig gehaltenen Wertschriftenpositionen zusammensetzt. Hier resultierte ein Plus von 257% auf 2,5 Mio CHF.

Mit dem vorgelegten Zahlenset hat die GLKB die Schätzungen der Zürcher Kantonalbank übertroffen. Die ZKB hatte einen Betriebsertrag von 63,8 Mio CHF, einen Geschäftserfolg von 19,7 Mio und einen Reingewinn von 16,7 Mio prognostiziert.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil um 7,6% auf 40,6 Mio CHF. Der Ausbau der Aktivitäten im Bereich der digitalen Angebote und die weiterhin erfreuliche Entwicklung des Geschäftsvolumens haben dabei zu einem Personalaufbau geführt. Damit einhergehend habe der Personalaufwand um 4,8% auf 23,6 Mio zugenommen, teilte die GLKB mit.

Der Sachaufwand sei derweil - unter Ausklammerung der gegenüber Vorjahr deutlich höheren Abgeltung für die Staatsgarantie - mit +2,8% auf rund 14 Mio CHF "nur moderat gestiegen". Alles in allem habe das Institut "trotz starker Geschäftsvolumenausweitung ein kontrolliertes Kostenwachstum" verzeichnet.

HÖHERE ABGELTUNG DER STAATSGARANTIE WEGEN MARKTZINSVERÄNDERUNGEN

Das vor allem auf Marktzinsen abgestützte Entschädigungsmodell für die Abgeltung der Staatsgarantie führt beim Refinanzierungsvorteil aufgrund von stark divergierenden Zinskurven im vierten Quartal zu einer deutlichen Erhöhung der Abgeltung auf 3 Mio CHF (+1,4 Mio). Dies entspreche nahezu der maximal möglichen Abgeltung, heisst es dazu. Im Berichtsjahr war die GLKB zudem erstmals vollumfänglich gewinn- und kapitalsteuerpflichtig. So haben sich die Steuerablieferung an Bund, Kanton und Gemeinden dadurch substanziell auf 3,3 Mio CHF gegenüber 0,9 Mio im Vorjahr erhöht.

Bei den Kundenausleihungen verzeichnete die Bank mit einem Plus von 2,1% auf 3,3 Mrd CHF einen neuen Rekordwert. Alle Geschäftsfelder und Produktlinien haben der GLKB zufolge dazu beigetragen. Hauptwachstumstreiber bleibt dabei das Kerngeschäft Hypotheken, indem die GLKB den Wachstumskurs fortschrieb: So kletterten die Hypothekarforderungen um 6,8% auf 4,2 Mrd CHF. Die Bilanzsumme stieg 5,8% auf rund 5,3 Mrd CHF. Damit weist die GLKB zum Jahresultimo 2016 einen Eigenmitteldeckungsgrad von 226% aus. Dies liegt deutlich über der gesetzlichen Vorgabe von 165%.

DIVIDENDE WIRD ERHÖHT

Vor diesem Hintergrund und aufgrund der soliden Bilanzstruktur will die GLKB die Dividende erhöhen. So sollen die Aktionäre für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 0,80 CHF je Aktie gegenüber 0,70 CHF im Vorjahr erhalten. Insgesamt entspricht das einer Ausschüttungsquote von 9,2 Mio CHF oder 52% des Reingewinns.

Weiter teilte die Bank mit, dass Verwaltungsrat Theo Prinz an der Generalversammlung im April nicht mehr zur Wiederwahl antritt. An seiner Stelle schlägt der Verwaltungsrat Markus Heusler für die Ersatzwahl vor. Der 58jährige Heusler, ein gebürtiger Basler, habe unter seit 2004 als Mitglied der Geschäftsleitung der RSN Risk Solution Network deren Kerngeschäft aufgebaut und die Gesellschaft seit 2012 als Geschäftsführer zum marktführenden Schweizer Anbieter von Kreditrisikomodellen entwickelt, so die GLKB.

pen/cp

(AWP)