Vor allem im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen blieb Goldman Sachs hinter den Erwartungen der Analysten und Anleger zurück. Die Erträge in diesem Bereich blieben lediglich stabil, wohingegen Rivalen wie JPMorgan Chase , Citigroup und die Bank of America deutliche Zuwächse verzeichnet hatten. Das Aktiengeschäft bei Goldman Sachs musste sogar Einbussen hinnehmen.

AKTIE VERLIERT

Angesichts der politischen Unsicherheiten hatten viele Anleger ihre Portfolios umgeschichtet, woran die Banken über Gebühren partizipieren. Entsprechend enttäuscht reagierten die Anleger auf das Abschneiden von Goldman Sachs: Vorbörslich fiel der Aktienkurs am Dienstag um 2,5 Prozent.

Anders als Universalbanken wie JPMorgan verfügt Goldman Sachs über kein klassisches Privatkundengeschäft, sondern konzentriert sich auf den Kapitalmarkt, grosse Firmenkunden und Wohlhabende.

GEWINN VERDOPPELT

Gut entwickelte sich im ersten Quartal das Beratungsgeschäft etwa bei Fusionen und Übernahmen. Besonders kräftig legte das Investment- und Kreditgeschäft zu nach einem äusserst schwachen ersten Quartal 2016.

Die konzernweiten Erträge - also die gesamten Einnahmen - stiegen vor diesem Hintergrund um knapp 27 Prozent auf 8,0 Milliarden Dollar. Die Kosten legten verglichen zum Vorjahreszeitraum weniger stark zu. Dadurch gelang es dem Wall-Street-Haus, den Gewinn auf unterm Strich 2,3 Milliarden Dollar zu verdoppeln. Die Quartalsdividende steigt nun von 65 auf 75 Cent./das/stw/mis

(AWP)