Grossaktionär Voith verkauft Kuka-Anteile an chinesische Investoren

HEIDENHEIM (awp international) - Chinesische Investoren sind der geplanten Übernahme des deutschen Roboterbauers Kuka AG einen grossen Schritt näher gekommen. Der deutsche Technologiekonzern und Kuka-Grossaktionär Voith wird nach eigenen Angaben seine Kuka-Anteile an den chinesischen Investor Midea verkaufen. Die Gesellschafter hätten nach sorgfältiger und umfassender Prüfung bereits am Freitag einstimmig beschlossen, den Kuka-Anteil von 25,1 Prozent in das freweillige öffentliche Übernahmeangebot von Midea einzubringen, teilte Voith am Sonntag mit.
03.07.2016 14:42

Der Konzern rechne mit einer Erlössumme von 1,2 Milliarden Euro. Damit habe sich der Wert der Beteiligung binnen rund andertahlb Jahren mehr als verdoppelt. "Unser Einstieg bei Kuka hat sich strategisch als ein grosser Erfolg erwiesen", sagte Voith-Chef Hubert Lienhard. "Ich bin davon überzeugt, dass Voith einer der Gewinner dieses Übernahmeangebots ist." Voith ist ein Familienunternehmen mit Stammsitz in Heidenheim.

Der Kuka-Vorstand hat bereits in der Vergangenheit mit Midea einen bis Ende 2023 gültigen Investorenvertrag geschlossen und seinen Aktionären einen Verkauf an Midea empfohlen. Kritiker befürchten wegen des Midea-Angebots den Ausverkauf von deutschen Interessen. Eine Alternativofferte deutscher Unternehmen gibt es aber bislang nicht./tos

(AWP)