Grossbritannien: Arbeitslosigkeit bleibt niedrig - Löhne ziehen an

Die Lage am britischen Arbeitsmarkt bleibt aussergewöhnlich gut. Die Arbeitslosenquote betrug in den drei Monaten bis Juli unverändert 4,0 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit dem Jahr 1975. Analysten hatten mit der jüngsten Entwicklung gerechnet.
11.09.2018 10:50

Das Lohn- und Gehaltswachstum zog unterdessen an. Ohne Bonuszahlungen erhöhten sich die Löhne bis Juli um 2,9 Prozent zum Vorjahresabschnitt. Höher war der Lohnanstieg zuletzt Mitte 2015. Inklusive Boni legte der Lohnanstieg von 2,4 auf 2,6 Prozent zu. Die vergleichsweise moderaten Lohnsteigerungen sind neben dem Brexit ein wichtiger Grund für den vorsichtigen geldpolitischen Kurs der Bank of England.

Die Beschäftigung erhöhte sich in den drei Monaten bis Juli um lediglich 3000 Stellen. Das war der schwächste Zuwachs seit Oktober 2017. Zudem fiel der Anstieg schwächer aus als von Analysten erwartetet.

Neben den Zahlen nach internationalen Standards veröffentlicht das ONS auch eine nationale Berechnung. Diese läuft den Zahlen nach internationaler Methode um einen Monat voraus. Demnach ist die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe ("Claimant Count") im August um 8700 gestiegen. Der Zuwachs im Vormonat wurde von 6200 auf 10 200 revidiert./bgf/jkr/fba

(AWP)