Grosse Differenzen bei Gebühren für den Transfer von Wertschriften

Wer sein Wertschriftendepot von einer Schweizer Bank zu einer anderen transferieren will, muss tief in die Tasche greifen. Ein Depot mit sechzehn Titeln kostet im Durchschnitt 1800 CHF. Die Differenzen zwischen den Banken ist gross.
07.02.2017 09:40

Im Durchschnitt kostet die elektronische Auslieferung eines Schweizer Wertpapiers 100 CHF, ein ausländischer Titel 120 CHF, wie der Online-Vergleichsdienst Moneyland am Dienstag mitteilte.

Dabei verlangt die günstigste der 40 untersuchten Banken - CornèrTrader - keine Transfergebühren. Am teuersten ist diese Auslieferung bei der Bank Zweiplus sowie der Appenzeller und der Luzerner Kantonalbank, die sowohl für inländische wie für ausländische Wertpapiere 150 CHF in Rechnung stellen.

Moneyland geht dabei davon aus, dass die Banken mit dieser Gebührenpolitik vor allem verhindern wollen, dass Kunden abwandern. Die hohen Gebühren hätten auch den Preisüberwacher und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) auf den Plan gerufen, heisst es in der Mitteilung. Auch sie stellten sich auf den Standpunkt, dass die hohen Gebühren in keinem Verhältnis zu den effektiv anfallenden Kosten stehen und deshalb wettbewerbsverzerrend wirken.

cp/

(AWP)