Grossinvestition des Optik-Konzern Zeiss bis 2023 in Jena

Ein Investitionsprojekt des Optik- und Elektronikkonzerns Carl Zeiss an seinem Gründungsort Jena nimmt Gestalt an. Die Konzernleitung stellte am Mittwoch den Architektenentwurf für einen Neubau vor, in dem bis 2023 alle Jenaer Tochterfirmen mit derzeit rund 2100 Beschäftigen ziehen sollen. Der Entwurf mit offener Gebäudestruktur und Fassaden aus Glas und weissbeschichtetem Metall signalisiere Offenheit, Modernität und Flexibilität, sagte der Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG (Oberkochen), Michael Kaschke.
10.10.2018 16:40

Das neue Zeiss-Areal solle bis zu 2500 Arbeitsplätze bieten. Das baden-württembergische Unternehmen will mehr als 300 Millionen Euro in seinen neuen Standort in der Thüringer Universitätsstadt investieren. Er werde auch ein Veranstaltungsforum beispielsweise für Tagungen mit Platz für 500 bis 750 Menschen bieten. Es stehe auch der Stadt oder Jenaer Wissenschaftseinrichtungen offen, kündigte Kaschke an.

Für den Neubau in Hanglage, für den die Bauarbeiten nach Ende des Planungsverfahrens im Frühjahr 2020 beginnen sollen, hatte Zeiss vom Spezialglashersteller Schott (Mainz) ein nicht mehr benötigtes Areal in Jena gekauft. Schott, ebenfalls mit Gründungsort in Jena, gehört wie der Optik-Konzern zur Carl Zeiss Stiftung mit Doppelsitz in Heidenheim und Jena.

Firmengründer Carl Zeiss hatte Mitte des 19. Jahrhunderts in Jena die Grundlagen für die optische Industrie gelegt./ro/DP/fba

(AWP)