Groupe E 2016 mit deutlich mehr Gewinn von 112 Mio CHF

Groupe E wächst weiter und hat unter anderem wegen Sondereffekten im vergangenen Jahr auch deutlich mehr Gewinn erzielt. Trotz der "erfreulichen Resultate" spricht der Stromproduzent mit Sitz im Kanton Freiburg von einem "weiterhin äusserst anspruchsvollen Umfeld".
12.05.2017 10:59

Der Umsatz knackte 2016 mit 704 Mio CHF erstmals die Marke von 700 Mio - nach 656 Mio im Vorjahr. Während die Erträge der regulierten Aktivitäten (Stromverkauf an gebundene Kunden und Transport) auf stabilem Niveau verharrten, wurde dank diversifiziertem Angebot ein "aussergewöhnliches Wachstum" erzielt, wie das Unternehmen am Freitag schreibt.

Die Produktion der Kraftwerke von Groupe E stieg um 21% auf 1'256 Gigawattstunden. Grund seien die vielen Niederschläge Anfang Jahr gewesen.

Unter dem Strich stieg der konsolidierte Nettogewinn auf 112 Mio von 37 Mio, wobei das Vorjahr von wesentlichen Wertberichtigungen bei Alpiq betroffen war. Im Berichtsjahr kehrte die Alpiq-Gruppe, an welcher Groupe E über ihre Beteiligung an EOSH indirekt einen Anteil von 7,2% hält, in die schwarzen Zahlen zurück. Die entsprechenden Sondereffekte schlugen mit einem Gewinn von 12,9 Mio zu Buche.

Zudem konnte Groupe E Rückstellungen in Höhe von 32 Mio auflösen, die zwischen 2012 und 2014 für drohende Verluste aus Energielieferverträgen gebildet worden waren. Bereinigt um die positiven Sondereffekte wurde ein Nettogewinn von 82 Mio ausgewiesen.

Mit Blick in die Zukunft heisst es, dass unsichere Rahmenbedingungen sowie anhaltend niedrige Marktpreise die Energiebranche weiterhin stark unter Druck setzten. Als Reaktion darauf wolle Groupe E eine immer breitere Palette an Energiedienstleistungen anbieten und die Kosten "wirkungsvoll" kontrollieren.

ys/cf

(AWP)