Grünes Licht aus China für Fusion von Linde und Praxair

Die Fusion des deutschen Gasherstellers und Anlagenbauers Linde mit dem US-Industriegasproduzenten Praxair kommt voran. Die chinesische Wettbewerbsbehörde (SAMR) habe dem Zusammenschluss zugestimmt, teilte der Dax-Konzern am Sonntag in München mit. Zuvor hatte der Fachdienst Dealreporter darüber berichtet.
01.10.2018 10:30

Die Aktie sprang daraufhin am Montagmorgen um gut 6 Prozent an und setzte sich an die Dax-Spitze. Schlüssel für die Fusion bleibe jedoch eine Genehmigung der US-Wettbewerbshüter, schrieb Analyst Knud Hinkel von Equinet. Diese steht weiterhin aus. Auch Südkorea muss noch zustimmen. Zudem muss die Europäische Kommission noch die Genehmigung für die geplanten Verkäufe erteilen. Die EU-Wettbewerbshüter hatten unter bestimmten Auflagen bereits grünes Licht für die Fusion gegeben.

Insbesondere für die USA bestehen Befürchtungen, dass die US-Wettbewerbsbehörde FTC höhere Auflagen als bisher angenommen verhängen könnte. Linde und Praxair hatten daher gewarnt, dass voraussichtlich mehr Unternehmensteile verkauft werden müssten, als bislang vereinbart. Zuletzt hatte es aber aus Kreisen geheissen, dass es auch hier vorangehe und ein Konsortium aus dem deutschen Industriegasehersteller Messer und dem Finanzinvestor CVC Capital Partners vor der Übernahme weiterer Geschäfte stehe.

Laut Wertpapiergesetz muss die Fusion spätestens am 24. Oktober abgeschlossen sein. Linde und Praxair wollen sich zum grössten Industriegasehersteller der Welt zusammenschliessen. Mit 80 000 Mitarbeitern und rund 28 Milliarden Euro Jahresumsatz würden sie ein Viertel des Weltmarkts beherrschen./nas/she/jha/

(AWP)