Gurit setzt in ersten neun Monaten weniger um - Guidance bestätigt

Der Spezialkunststoffhersteller Gurit hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 weniger umgesetzt als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Bereits im ersten Halbjahr hatte ein Erlösrückgang resultiert. Die Guidance für das laufende Jahr wird bestätigt.
23.10.2017 18:40

Der Umsatz kam in der Neunmonatsperiode bei 268,8 Mio CHF zu liegen und damit 1,5% unter dem Vorjahr. Währungsbereinigt entspreche dies jedoch einer Steigerung von 0,7%, teilt das Unternehmen am Montagabend mit. Für die Monate Juli bis September wird ein Umsatz von 93,7 Mio CHF ausgewiesen. Dies ist der höchste Quartalswert im laufenden Jahr und ein Anstieg um 3,5% gegenüber dem dritten Quartal 2016.

Im umsatzmässig grössten Geschäftsbereich Composite Materials ging der Erlös in der Neumonatsperiode um 9,7% auf 185,3 Mio CHF zurück. Die Abnahme führt Gurit hauptsächlich auf den Nachfragestillstand im indischen Windenergiemarkt zurück, der seit dem zweiten Quartal 2017 anhalte und nicht durch andere Märkte habe kompensiert werden können.

Im Geschäftsbereich Composite Components hingegen stieg der Nettoumsatz um rund ein Drittel auf 17,2 Mio CHF und im Geschäftsbereich Tooling um rund ein Fünftel auf 66,3 Mio. Der Akquisitionsbeitrag des Rotor-Fertigungsanlagen-Herstellers PH Windsolutions auf den Tooling-Bereich wird für den Erstkonsolidierungsmonat September 2017 auf 0,2 Mio CHF beziffert.

Gurit bekräftigt die Guidance für das laufende Jahr: ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum sowie eine Betriebsgewinnmarge am oberen Ende des Zielkorridors von 8-10%. Darin eingeschlossen seien die kürzlich kommunizierten Restrukturierungskosten. Anfang Oktober hatte Gurit mitgeteilt, seine Prepreg-Produktion von Grossbritannien nach Spanien zu verlegen.

cp/yr

(AWP)