Hannover Rück erwartet nach Katastrophenjahr 2018 grösseren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrösste Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. "Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern", sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag bei einer Investorenveranstaltung in Frankfurt und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben. 2018 dürfte das Ergebnis dann aber wieder um einen zweistelligen Prozentsatz steigen. Die Hannover Rück hatte ihr Gewinnziel von mehr als einer Milliarde Euro bereits nach der Katastrophenserie im September in Frage gestellt.
19.10.2017 12:05

Im Grundsatz sieht Wallin sein Unternehmen weiter auf Wachstumskurs bei Prämien und Gewinn. Dennoch soll die Eigenkapitalrendite 2018 nur mindestens 9,5 Prozent erreichen. Für 2017 hatte die Latte zunächst bei 9,7 Prozent gelegen - bevor Stürme und Erdbeben auch dieses Ziel in Frage stellten.

Derweil sollen die Niedrigzinsen nicht mehr so stark an den Ergebnissen zehren wie in den vergangenen Jahren. Für 2017 hat sich die Hannover Rück eine Rendite auf die Kapitalanlagen von "mehr als" 2,7 Prozent zum Ziel gesetzt. 2018 sollen es nun "mindestens" 2,7 Prozent sein.

Die Hannover Rück hatte im September ihr Gewinnziel für 2017 deutlich in Frage gestellt. Grund dafür waren die Zerstörungen infolge der Wirbelstürme "Harvey", "Irma" und "Maria" sowie die Erdbeben in Mexiko. Je nach Höhe der Schäden könnte die Hannover Rück ihren geplanten Jahresgewinn von mehr als einer Milliarde Euro verfehlen, hiess es. Genauere Aussagen zu ihrer Belastung will die Hannover Rück bei der Vorlage der Quartalszahlen am 8. November machen./stw/nas/jha/

(AWP)