Hannover Rück federt Katastrophenschäden mit Aktienverkäufen ab

Der weltweit drittgrösste Rückversicherer Hannover Rück hat wegen der herben Belastungen durch Wirbelstürme und Erdbeben Aktien für fast eine Milliarde Euro zu Geld gemacht. Im katastrophengeprägten dritten Quartal hielt sich der MDax-Konzern dadurch unter dem Strich mit 14 Millionen Euro knapp in den schwarzen Zahlen, wie er am Mittwoch in Hannover mitteilte. Für 2017 peilt Vorstandschef Ulrich Wallin jetzt insgesamt einen Nettogewinn von rund 800 Millionen Euro an. Im kommenden Jahr soll der Überschuss wieder die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten - wie es der Vorstand eigentlich auch für 2017 geplant hatte.
08.11.2017 08:01

Die Hurrikan-Serie und die Erdbeben in Mexiko im September schlagen bei der Hannover Rück mit voraussichtlich mehr als 722 Millionen Euro zu Buche. Die mit Abstand grösste Belastung stammt von Hurrikan "Irma", gefolgt von "Maria" und "Harvey". Die Aktionäre sollen für das laufende Jahr dennoch wie im Vorjahr fünf Euro Dividende erhalten. Darin ist auch die bereits erwartete Sonderausschüttung enthalten./stw/stk

(AWP)