'Harvey' sorgt für gedrosselte BASF-Produktion in Texas

Wegen des Tropensturms "Harvey" hat der weltgrösste Chemiekonzern BASF das Tempo an seinen texanischen Standorten gedrosselt oder ganz heruntergefahren. Die grössten Standorte in Port Arthur und Freeport produzierten mit reduzierter Kapazität, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Wegen der Überflutungen komme es zu Problemen bei der Rohstoffversorgung und beim Transport von Produkten. Für den Wiederaufbau in Texas will BASF bis zu eine Million US-Dollar spenden. Ausserdem würden betroffene Mitarbeiter unterstützt. Es seien "einige", hiess es.
01.09.2017 14:04

Am Standort Freeport sind 900 BASF-Mitarbeiter und 800 Beschäftigte von Fremdfirmen im Einsatz, in Port Arthur betreibt BASF eine grosse Anlage zur Aufspaltung von Rohbenzin ("Steamcracker") mit 300 Beschäftigten. Zuvor hatte die "Rheinpfalz" darüber berichtet. Wie gross der Produktionsausfall ist, konnte die Sprecherin nicht sagen. Man sei aber gegen Szenarien dieser Art versichert.

An anderen Standorten werden laut Sprecherin Vorkehrungen getroffen, um den Betrieb in den nächsten Tagen wieder aufzunehmen. Geschlossen sind derzeit die Büros im Energy Tower 4 in Houston, wo BASF im März verschiedene Geschäfts- und Verwaltungseinheiten mit insgesamt 350 Mitarbeitern zusammengelegt hatte. Vorsichtshalber waren auch Anlagen in kleineren Betrieben heruntergefahren worden: in Beaumont (180 Beschäftigte) sowie in Bishop (5) und Pasadena (124). Der Verbundstandort in Geismar (Louisiana) ist laut BASF nicht betroffen./jes/DP/das

(AWP)