HBM steigert 2016/17 den Gewinn deutlich und erhöht die Ausschüttung

Die Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare Investments (HBM) hat im per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016/17 mehr verdient und bezahlt den Aktionären eine höhere Dividende. HBM erwartet aus dem breit abgestützten Portfolio auch in den kommenden Jahren Gewinnbeiträge durch Unternehmensverkäufe oder Börsengänge.
16.05.2017 07:39

Für die am 26. Juni stattfindende Generalversammlung beantragt der HBM-Verwaltungsrat eine Barausschüttung in Höhe von 5,80 CHF je Aktie, nachdem man für das vorangegangene Geschäftsjahr 5,50 CHF je Titel bezahlt hatte. Damit setze die Gesellschaft die aktionärsfreundlichen Ausschüttungen und Aktienrückkäufe fort, teilte HBM am Dienstag mit.

Die Dividendenerhöhung erfolge mit Blick auf das gute Jahresergebnis, die solide Bilanz und die nach wie vor positive Beurteilung des Portfolios, heisst es weiter. Die Barausschüttung bezahlt HBM aus der Kapitalreserve, die Ausschüttungsrendite belaufe sich nach wie vor auf über 5%, so die Gesellschaft. Ausserdem seien im Berichtsjahr 35,8 Mio CHF für den Rückkauf von 357'500 eigener Aktien eingesetzt worden.

GEWINN GESTEIGERT

Den Gewinn hat HBM im Berichtsjahr auf 136,8 Mio CHF von zuvor 23,8 Mio gesteigert. Dabei hatte die auf den Sektor Gesundheit fokussierte Beteiligungsgesellschaft bereits Anfang April anhand ungeprüfter Zahlen einen Gewinn von 136 Mio in Aussicht gestellt. Der Innere Wert der HBM-Aktie (NAV) legte im Berichtszeitraum per Ende März - wie ebenfalls bereits mittgeteilt - um 15% auf 155,09 CHF zu.

Das diversifizierte Portfolio, das rund zwei Drittel börsenkotierte Unternehmen umfasst, sei im Berichtsjahr mit Neu- und Folgeinvestitionen gestärkt worden, so die Mitteilung vom Dienstag. Insgesamt verzeichnete das Portfolio der privaten Unternehmen einschliesslich Fonds und Meilenstein-Zahlungen einen Wertzuwachs von netto 32,6 Mio CHF. Dazu hätten allein die Börsengänge von AnaptysBio und ObsEva 26,8 Mio beigetragen.

Weiter ermöglichte der Verkauf der "Expandable Cage"-Technologie von Interventional Spine an DePuy Synthes eine Aufwertung der Beteiligung um 9,2 Mio CHF, wogegen Wertberichtigungen auf den Beteiligungen in Tensys und Iconic Therapeutics das Ergebnis mit 22,3 Mio belasteten. Die erhaltenen Meilensteinzahlung beziffert HBM mit 18,4 Mio und das Fondsportfolio drückte mit netto 7,1 Mio auf das Ergebnis.

Aus den börsenkotierten Unternehmen einschliesslich Finanzinstrumente sowie Markt- und Devisenabsicherungen generierte HBM einen Gewinnbeitrag von netto 143,7 Mio CHF. Dazu hätten die neu übernommenen Anteile an Relypsa, Anacor und Medivation 27,4 Mio hinzu gesteuert. Grössere positive Ergebnisbeiträge seien zudem aus den Beteiligungen an Incyte (+24,9 Mio), Advanced Accelerator Applications (+21,3 Mio), Genmab (+16,4 Mio) und Esperion (+13,2 Mio) erfolgt, während die Beteiligung in Vectura das Ergebnis mit 20,4 Mio belastete.

WEITER INVESTITIONEN

HBM hat im abgelaufenen Geschäftsjahr total 20,3 Mio CHF in vier neue private Unternehmen investiert. Eine weitere Neuinvestition von 20 Mio EUR sei zudem Ende April 2017 in das Schweizer Unternehmen Amicus erfolgt. Und man habe für Folgefinanzierungen bestehender privater Unternehmen 15,1 Mio aufgewendet.

Im Ausblick blickt HBM zuversichtlich auf das Jahr 2017/18. Die fundamentalen Aussichten für den Gesundheitssektor seien unverändert "sehr gut" und das Geschäftsjahr habe für die verschiedenen Portfoliounternehmen "erfreulich" begonnen, so die Mitteilung.

Paratek Pharmaceuticals habe beispielsweise im April positive Resultate aus der zweiten Phase-III-Studie für das Breitbandantibiotikum Omadacyclin zur Behandlung der ambulant erworbenen bakteriellen Lungenentzündung gemeldet. Die Voraussetzungen für die Einreichung der Zulassungsanträge in den USA und Europa seien nun gegeben. Ebenfalls im April erhielt Neurocrine Biosciences die Zulassung der FDA für das Medikament IngrezzaTM.

Auch stehen im Verlauf des Jahres für einige Unternehmen wichtige klinische Daten oder Zulassungsentscheide an. Unter anderem werde Advanced Accelerator Applications Mitte 2017 die von der FDA verlangten aufgearbeiteten Studiendaten zum Krebspräparat Lutathera einreichen.

mk/tp

(AWP)