Heidelberger Druck setzt auf starkes Schlussquartal

Der Maschinenbauer Heidelberger Druck braucht einen starken Endspurt, um seine Jahresziele zu erreichen. Der seit kurzem amtierende Unternehmenschef Rainer Hundsdörfer geht aber dank eines hohen Auftragsbestands davon aus, dass Umsatz und Gewinn im Ende März ablaufenden Geschäftsjahr 2016/17 leicht steigen werden. "Mit einem starken Schlussquartal gehen wir davon aus, unseren Jahresgewinn weiter zu erhöhen", sagte er am Donnerstag in Heidelberg.
09.02.2017 08:58

Nach neun Monaten stand unter dem Strich noch ein Minus von 10 Millionen Euro und damit etwas mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag in den Monaten April bis Dezember mit 1,68 Milliarden Euro rund sieben Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Hoffnung macht dem Vorstand der Auftragseingang, der dank zahlreicher neuer Verträge bei der Drupa, der wichtigsten Messe der Branche, auf knapp zwei Milliarden Euro gestiegen ist.

Für das Gesamtjahr geht Hundsdörfer, der im Herbst das Ruder von seinem überraschend zurückgetretenen Vorgänger Georg Linzbach übernommen hatte, weiter von einem leichten Umsatzwachstum aus - auch wenn es bislang nicht zu den erhofften Übernahmen gekommen ist. Linzbach hatte Heidelberger Druck saniert, nachdem das Unternehmen wegen der Branchenkrise in Schieflage geraten war.

So hatte der Weltmarktführer für Bogenoffset-Maschinen im Geschäftsjahr 2013/14 erstmals nach mehreren Jahren einen Gewinn erzielt. Da sich die Branche weiterhin stark wandelt und die Investitionen in das Digitalgeschäft hoch sind, kämpft Heideldruck aber weiter mit Schwierigkeiten. So fiel 2014/15 wegen des Konzernumbaus erneut ein Verlust an.

Der neue Chef Hundsdörfer hält am Kurs seine Vorgängers fest, das Digitalgeschäft auzubauen. So soll der Konzern wachsen und profitabler werden./zb/stw/fbr

(AWP)