Hella hält nach Gewinnsprung an Jahreszielen fest

(Ausführliche Fassung) - Neue Modelle der Autohersteller haben den Zulieferer Hella im dritten Geschäftsquartal kräftig angetrieben. Der vor allem auf Autoleuchten spezialisierte Konzern steigerte Umsatz und Ergebnis zum Teil erheblich. An seiner Jahresprognose hielt der Vorstand bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag fest.
06.04.2017 09:16

Die Hella-Aktie fiel kurz nach Handelsbeginn um 0,34 Prozent auf 40,16 Euro zu. Laut DZ-Bank-Analyst Michael Punzet hatte das Unternehmen im operativen Geschäft etwas schwächer abgeschnitten als am Markt erwartet.

Für das bis Ende Mai laufende Geschäftsjahr 2016/17 geht das Management weiterhin von einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Dabei sind Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkauf von Unternehmensteilen herausgerechnet. Für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) erwartet das Management eine Steigerung in der gleichen Grössenordnung. Die entsprechende Marge soll auf Vorjahresniveau liegen.

In den Monaten Dezember bis Februar steigerte Hella nach einem schwächeren zweiten Quartal den Umsatz nun um 5,5 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war mit einem Plus von 6,5 Prozent die Automotive-Sparte, die das Geschäft mit den Autoherstellern betreibt. Auch das Geschäft mit Ersatzteilen für freie Werkstätten und unabhängige Ersatzteilhändler setzte sein Wachstum mit einem Plus von 4,1 Prozent fort. Der Bereich mit Produkten für Spezialfahrzeuge wie Baumaschinen war hingegen weiter rückläufig, was allerdings auch an dem Verkauf von Geschäftsteilen lag.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) von Hella legte noch kräftiger um gut 17 Prozent auf 105 Millionen Euro zu. Auch hier trug das Automotivegeschäft den Löwenanteil dazu bei. Netto verdiente der Konzern mit gut 72 Millionen Euro rund 38 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, auch dank eines verbesserten Finanzergebnisses.

Wie Hella weiter mittelte, wird Jürgen Behrend, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter, das Unternehmen nach der Hauptversammlung am 30. September verlassen./nas/stw/fbr

(AWP)