Hellofresh will mit Börsengang bis zu 357 Millionen Euro einnehmen

(Ausführliche Fassung) - Der Kochboxenversender Hellofresh hat die Preisspanne für seine neu auszugebenden Aktien bekanntgegeben. Diese liege bei 9,00 bis 11,50 Euro je Anteilschein, teilte das Unternehmen am frühen Sonntagabend mit. Sollte Hellofresh alle gut 31 Millionen Papiere (inklusive Mehrzuteilungsoption) losschlagen können, würden dem teilweise im Besitz von Rocket Internet befindlichen Unternehmen 357 Millionen Euro zufliessen. Mit dem Erlös, der vollständig Hallofresh zufliesst, soll die weitere Expansion finanziert werden.
22.10.2017 18:32

Den Angaben zufolge wird das Unternehmen so insgesamt mit bis zu 1,5 Milliarden Euro bewertet. Die Angebotsfrist soll am 24. Oktober beginnen und am 1. November enden. Der erste Handelstag im regulierten Marktsegment der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) ist für den 2. November geplant. Der Streubesitz werde bei vollständig ausgeübter Mehrzuteilungsoption bei 19 Prozent liegen. Allerdings muss die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Angebot noch abnicken.

Hellofresh hatte Ende 2015 schon einmal versucht, an die Börse zu gehen, machte dann aber einen Rückzieher. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und lieferte mit über 2000 Mitarbeitern im zweiten Quartal insgesamt 33,7 Millionen Mahlzeiten an die etwa 1,3 Millionen aktiven Kunden aus. Der Umsatz betrug 230 Millionen Euro. Das Unternehmen schreibt dabei noch Verluste - will aber innerhalb der nächsten 15 Monate die Gewinnschwelle beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) sowie mittelfristig eine bereinigte Ebitda-Marge von 12 bis 15 Prozent erreichen./he

(AWP)